Langschläfer haben weniger Gewichtsprobleme

9. Februar 2007, 20:13
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US-Studie: Jede zusätzliche Stunde Schlaf senkt das Risiko von Übergewicht und Verhaltens- Auffälligkeiten

Washington - Kinder mit ausreichend Schlaf haben einer US-Langzeitstudie zufolge weniger Gewichtsprobleme als Altersgenossen mit zu wenig Schlaf. Jede zusätzliche Stunde senke das Risiko von Übergewicht, zeigte eine am Mittwoch veröffentlichen Studie der Northwestern Universität in Evanston im US-Bundesstaat Illinois.

Dafür gebe es verschiedene Erklärungen, sagte Wissenschafterin Emily Snell. Zu wenig Schlaf könne sich auf die Hormone auswirken, die für das Hungergefühl verantwortlich seien sowie zu Lethargie und Konzentrationsmangel führten. Zudem hätten die Kinder einfach mehr Zeit zum Essen.

Schlafprobleme und Verhaltensauffälligkeiten

Oft bestimme der Stundenplan den Schlafrhythmus. Eltern sollten aber auch darauf achten, dass ihre Kinder rechtzeitig ins Bett gingen, sagte Snell. Die Forscher sahen auch einen Zusammenhang zwischen kognitiven und sozialen Fähigkeiten und dem Schlafverhalten. Schlafprobleme führten demnach zu Verhaltensauffälligkeiten im Vorschulalter sowie bei Jugendlichen zu Depressionen und Schulproblemen.

Die Wissenschafter hatten über fünf Jahre knapp 2.300 Kinder im Alter zwischen drei und zwölf Jahren beobachtet. Die 1997 begonnene Studie wurde im Magazin "Child Development" veröffentlicht. Die Eltern mussten die Schlafenszeiten genau dokumentieren. Zudem wurde Größe und Gewicht der Kinder festgehalten. Experten empfehlen für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren täglich zehn bis elf Stunden Schlaf. Jugendliche sollten zwischen acht und neun Stunden schlafen. (APA/Reuters)

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