Grüne: Befreiung durch Hospizdienst wäre "Affront gegenüber Sterbenden"

5. März 2007, 09:58
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BZÖ setzt auf funktionierendes Stipendiensystem - Freiwillige Leistungen hätten nichts mit Studiengebühren zu tun

Wien - Gegen die Pläne der Regierung, unter anderem Hospizdienst durch Studenten als Ersatz für die Studiengebühren zu akzeptieren, sprechen sich einmal mehr die Grünen aus. Dies komme "einem Affront gegenüber unheilbar Kranken und Sterbenden" und einer Geringschätzung von "hochprofessionellen Gesundheits- und Sozialberufen" gleich, bemängelte Grünen-Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald in einer Aussendung.

Gebühren abschaffen

Statt dessen sollten die Studiengebühren überhaupt abgeschafft werden, so Grünewald. Studieren bedeute meist mehr als eine 40-Stunden-Woche, über 70 Prozent der Studenten müssten sich den Lebensunterhalt während des Studiums durch Erwerbsarbeit verdienen. Zusätzliche Arbeitsstunden würden zu Studienverzögerungen führen.

BZÖ-Wissenschaftssprecher Gernot Darmann hält die ganze Diskussion rund um die Rückerstattung von Studiengebühren für entbehrlich, zumal "die täglichen unterschiedlichen Äußerungen von Brinek, Broukal und Co." an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten seien. Die Anerkennung von freiwilligen und gesellschaftspolitisch wertvollen Leistungen hätten laut Darmann nichts mit den Studiengebühren zu tun. Stattdessen solle ein funktionierendes Stipendiensystem sicherstellen, dass niemand aus materiellen Gründen von einem Studium ausgeschlossen werde. (APA)

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