Easyjet erwartet Gewinnsprung

22. Februar 2007, 14:21
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Billigflieger spricht von Steigerung des Gewinns um 40 bis 50 Prozent - Zusatzeinnahmen aus Autovermietung, Versicherung und Bordverkauf

London - Die führenden europäischen Billigflieger profitieren immer stärker von Extragebühren und Zusatzgeschäften. Nach dem irischen Marktführer Ryanair kündigte am Mittwoch auch der britische Konkurrent Easyjet für sein bis Ende September laufendes Geschäftsjahr 2006/2007 einen Gewinnsprung an.

Das Vorsteuerergebnis solle sich um 40 bis 50 Prozent verbessern, teilte Easyjet mit. Dazu trügen neben weiteren Kostensenkungen vor allem Zusatzeinnahmen aus Autovermietung, Reiseversicherungen, Vorzugs-Reservierungen und dem Verkauf von Lebensmitteln an Bord bei. Ryanair plant für das bereits im März endende Geschäftsjahr 2006/2007 einen Anstieg des Reingewinns um 30 Prozent. Auch hier sind Zusatzeinnahmen aus Gepäckgebühren ein wesentlicher Grund für die wachsenden Profite.

Vier Prozent mehr Erlöse pro Passagier

Bereits im vorigen Geschäftsjahr hatte Easyjet den Vorsteuergewinn um 56 Prozent auf umgerechnet 195 Mio. Euro (128,3 Mio. GBP) gesteigert. Der Aufwärtstrend hielt auch im ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember an: Der Umsatz legte um 15 Prozent auf gut 550 Mio. Euro zu. Die Zahl der Fluggäste erhöhte sich um zehn Prozent auf 8,1 Mio. Im Jänner fiel der Passagierzuwachs dank zusätzlicher Strecken mit elf Prozent auf 2,5 Mio. noch deutlicher aus. Die Auslastung der Maschinen stieg lediglich um knapp einen Prozentpunkt auf 74,9 Prozent. Wichtiger für Umsatz und Ergebnis sind jedoch die Durchschnittserlöse pro Passagier, die Easyjet zufolge im ersten Quartal um vier Prozent zulegten. Konkrete Zahlen zum Quartalsgewinn nannte Easyjet noch nicht.

Europas größte Fluggesellschaft Air France KLM verzeichnete im Gegensatz zur Billigkonkurrenz im Jännereinen deutlich geringeren Passagierzuwachs von gut zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Marktführer transportierte 5,5 Mio. Fluggäste. Die Auslastung der Maschine sei konstant bei 79 Prozent geblieben. (APA/Reuters)

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