Israel weist Spionagevorwürfe zurück

22. März 2007, 19:50
1 Posting

Sicherheitsminister Dichter: In Kairo festgenommener Kanadier kein Mossad-Mann

Ottawa - Der israelische Sicherheitsminister und frühere Geheimdienstchef Avi Dichter hat ägyptische Vorwürfe zurückgewiesen, dass Israel Geheimdienstleute bei Spionageeinsätzen mit kanadischen Personaldokumenten ausstatte. Daran sei nichts wahr, sagte Dichter während eines Besuchs in Ottawa am Dienstag (Ortszeit) dem Fernsehsender CBC. In Ägypten war der kanadische Staatsbürger Mohammed al-Attar im Jänner unter der Anschuldigung festgenommen worden, für den israelischen Geheimdienst Mossad tätig zu sein. Attar studierte an der Kairoer Al-Azhar-Universität.

"Sie können vollkommen überzeugt sein, dass Israel keine kanadischen Bürger rekrutiert und keine kanadischen Pässe bei seinen nachrichtendienstlichen Aktivitäten verwendet", sagte Dichter dem kanadischen Sender.

Der Mossad hatte 1997 versucht, den palästinensischen Hamas-Führer Khaled Mashaal in Jordanien mittels einer Giftspritze zu töten. Die Aktion endete mit einem Fiasko: Zwei mit gefälschten kanadischen Pässen ausgestattete Mossad-Agenten wurden nach dem Fehlschlag des Vorhabens in Amman festgenommen. Israel musste ein Gegengift liefern, Kanada protestierte, und der damalige jordanische König Hussein machte die Freilassung der Mossad-Männer von jener des inhaftierten Hamas-Gründers Scheich Ahmed Yassin durch Israel abhängig. Yassin wurde 2004 in Gaza von der israelischen Armee "gezielt getötet". (APA)

Share if you care.