Algier: Sechs Menschen von mutmaßlichen Moslem-Fundamentalisten ermordet

18. Juli 2000, 19:45

Seit Anfang Juli mehr als 200 Menschen gewaltsam getötet

Algier - In Algerien sind sechs Menschen von mutmaßlichen Moslem-Fundamentalisten ermordet worden. Unter den Toten seien auch zwei Kinder, sagten Bewohner des Ortes Hamdania 50 Kilometer südlich der Hauptstadt Algier. Drei Frauen seien in der Nacht zum Dienstag niedergeschossen und dann mit Äxten erschlagen worden. Den beiden Kindern und einem Geisteskranken seien die Kehlen durchgeschnitten worden. Erst am Sonntag waren in dem Ort Nador neun Menschen ermordet worden.

Seit Anfang Juli wurden in Algerien laut Presseberichten mehr als 200 Menschen gewaltsam getötet, unter ihnen etwa 30 bewaffnete Fundamentalisten. Offiziell wurden die Anschläge und Angriffe zunächst nicht bestätigt. Die meisten Toten sollen auf das Konto zweier bewaffneter islamischer Gruppen gehen, die die Politik der "nationalen Versöhnung" von Präsident Abdelaziz Bouteflika ablehnen. (APA)

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