Sehzentrum bei Männern und Frauen unterschiedlich aufgebaut

10. Februar 2007, 12:03
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Deutsche Forscherin: Ein Hinweis auf unterschiedliche Strategien, um zum Ziel zu kommen

Jülich - Das Sehzentrum ist bei Männern und Frauen verschieden aufgebaut - sie haben daher wahrscheinlich unterschiedliche Strategien bei der Orientierung in der Umgebung. Dies fanden Wissenschafter des Forschungszentrums Jülich nach eigenen Angaben vom Dienstag gemeinsam mit Forschern der Universitäten Düsseldorf und Aachen heraus. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Journal of Neuroscience".

Demnach stießen die Wissenschafter bei der mikroskopischen Untersuchung von hauchdünnen Gehirnscheiben auf Unterschiede in der Zellarchitektur jener Areale, die für das Erkennen von Bewegungen zuständig sind: In einem der untersuchten Bereiche hatten Frauen eine breitere Hirnrinde als Männer. In einem anderen Bereich war das Volumen des gemessenen Areals in der rechten Hirnhälfte bei Männern größer als bei Frauen.

"Ein größeres Volumen könnte dem Gehirn mehr Raum geben, um an dieser Stelle zusätzliche Informationen zu verarbeiten und sich Bewegung räumlich vorstellen", erklärte die Jülicher Forscherin Karin Amunts. Allerdings müssten Unterschiede im Bau des Gehirns nicht bedeuten, dass Männer etwas besser können als Frauen oder umgekehrt. "Sie weisen eher darauf hin, dass sie unterschiedliche Strategien haben, um zum Ziel zu kommen, also verschiedene Vernetzungen im Gehirn nutzen", erklärte die Wissenschafterin. (APA)

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    foto: photodisc
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