Klassenschülerzahl: Maximal 25 im Burgenland ab Herbst 2007

5. März 2007, 12:59
posten

Pädagogische Hochschule in Eisenstadt weiterhin auch für Volksschullehrerausbildung - ÖVP will Senkung auch an AHS

Eisenstadt - Ab dem kommenden Schuljahr werden die ersten Klassen der Volksschulen, Hauptschulen und Polytechnischen Lehrgängen im Burgenland maximal 25 Schüler fassen. Für AHS-Unterstufen biete sich die Möglichkeit, einen zweiten Lehrer für eine Klasse einzuteilen oder andere Schwerpunkte zu setzen, erklärte Landeshauptmann Hans Niessl heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

Bund übernimmt Mehrkosten

Man rechne damit, dass in burgenländischen Pflichtschulen etwa 30 zusätzliche Klassen entstehen werden. 50 Lehrerdienstposten, die auf Grund der sinkenden Schülerzahlen eingespart werden müssten, können jetzt erhalten bleiben, meinte SPÖ-Klubobmann Christian Illedits. Die dadurch entstehenden Mehrkosten übernehme der Bund.

Genug Raum

In der Regel bestehe eben auf Grund des Rückgangs bei Pflichtschülern keine Raumnot, so Niessl. Derzeit gebe es im Burgenland rund 19.000 Pflichtschüler, die Zahl dürfte noch auf 17.000 sinken. Ausgelegt seien die Schulen jedoch auf 40.000 Kinder.

Ausbildung bleibt in Eisenstadt

In einem Gespräch mit der neuen Bildungsministerin Claudia Schmied habe Niessl auch eine Aufwertung der Pädagogischen Hochschule in Eisenstadt erzielt. Nach Verhandlungen mit der vorherigen Ministerin Elisabeth Gehrer sei ursprünglich beschlossen worden, dass in Eisenstadt nur noch die Ausbildung in Volksgruppensprachen und Religion verbleibe. Jetzt stehe fest, dass auch die Ausbildung für Volksschullehrer am Standort Eisenstadt weiterhin möglich ist, so der Landeshauptmann.

ÖVP will kleinere AHS-Klassen

Die ÖVP fordert indes, die Klassenschülerzahlen auch an höheren Schulen zu senken. Im Pflichtschulbereich habe die SPÖ eine Senkung der Höchstzahl für das laufende Schuljahr beim Beschluss des Pflichtschulgesetzes (2006, Anm.) blockiert, erklärte ÖVP-Klubobmann Rudolf Strommer heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Zu Strommers Forderung meinte Niessl: "Die ÖVP hätte das in den vergangen sechs Jahren (auf Bundesebene, Anm.) machen können. Wir sind für die Pflichtschulen zuständig."

(APA)

Share if you care.