Paris: Open Source für SchülerInnen

15. Februar 2007, 10:37
7 Postings

Behörden wollen zum Schulbeginn 175.000 USB-Sticks mit freier Software verteilen - Firefox und OpenOffice.org für Unterwegs

Mit einer großangelegten Kampagne wollen die Behörden des französischen Departements Ile de France - das den Großraum von Paris umfasst - den OberstufenschülerInnen Open Source-Software näher bringen. Insgesamt 130.000 USB-Sticks sollen zeitgerecht zum Beginn des kommenden Schuljahres an 15 und 16-Jährige verteilt werden, weitere 45.000 wandern in Trainings-Center.

Idee

Darauf enthalten soll eine Auswahl an freier Software sein, die sich direkt vom Stick benutzen lässt. Dadurch soll es SchülerInnen möglich sein, ihre Einstellungen, die eigenen Mails und abgespeicherte Dokumente immer bei sich zu haben, ohne dafür einen eigenen Laptop besitzen zu müssen.

Firefox

Um dies zu erreichen, werden auf dem USB-Stick die "Portable"-Versionen von OpenOffice.org und Firefox für Windows installiert sein, auch die Mail-Software des Mozilla-Projekts - der Thunderbird - ist für eine Aufnahme vorgesehen. Ansonsten ist die Softwareauswahl noch nicht endgültig entschieden, man will allerdings noch eine Instant-Messaging-Lösung sowie Tools zur Wiedergabe von Audio- und Video-Dateien dazupacken.

Freude

Open Source-VertreterInnen begrüßen diesen Schritt. Es sei sinnvoller Kindern den Umgang mit Open Source-Produkten beizubringen, als dass sie Kopien von Microsoft Office zum Einsatz bringen, so etwa Tristan Nitot, Präsident von Mozilla Europe.

Kosten

Die Aktion kostet der Regionalregierung rund 2,6 Millionen Euro. Wenn alles gut läuft soll die Kampagne im darauf folgenden Jahr wiederholt werden. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Der Pinguin darf zwar selbst noch nicht mitspielen - alle enthalten Software ist für Windows - aber mitfreuen wird er sich wohl doch für seine Open Source-Verwandtschaft.

Share if you care.