Ölpreise heizen auch Teuerung in Euroländern und USA an

18. Juli 2000, 18:24

Teuerung in der Euro-Zone stieg auf 2,4 Prozent - 3,7 Prozent Inflation in den USA

Brüssel - Die Inflation in der Euro-Zone ist im Juni vor allem wegen höherer Ölpreise auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren gestiegen. Die Teuerung in der Euro-Zone stieg laut Eurostat auf 2,4 (Mai 1,9 Prozent, Juni 1999: 0,9 Prozent) Prozent. Dabei hätten sich die Ölpreise erstmals auch auf die Kernrate der Inflation (ohne Mineralölprodukte und Lebensmittel) ausgewirkt, die auf 1,3 (1,1) Prozent stieg, erläuterte ein EU-Kommissionssprecher am Dienstag.

Analysten gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) zwar nicht mehr vor der Sommerpause auf die Leitzinsen anheben wird. Doch eine Zinserhöhung Ende August oder im September gilt den Experten zufolge als nahezu sicher. Denn laut EZB-Definition ist auf mittlere Sicht nur bis zu einer Inflationsrate von zwei Prozent Preisstabilität gewährleistet.
Auch in den USA ist die Jahresinflationsrate infolge der hohen Energiepreise (in denen sich die stark gestiegenen Ölpreise widerspiegeln) im Juni kräftig auf 3,7 Prozent gestiegen. Gegenüber Mai gab es einen kräftigen Anstieg um 0,6 Prozent. Zuvor war im Monatsabstand nur eine geringere Erhöhung um 0,1 Prozent verzeichnet worden. (Reuters)

Share if you care.