Häfnbrüder und Justizwitz

5. Februar 2007, 21:01
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"Joe & Julie", eine dürftig originelle Häfnromanze mit dahinplätschernder, recht einfallsloser Musik untermalt - Im Metropol

Dem Musical scheinen die armen Mädchen und starken Helden für kitschige Liebesgeschichten ausgegangen zu sein. Metropol-Hausherr Peter Hofbauer suchte sich daher eine Muse im "wirklichen Leben", eine "wahre Begebenheit", die einer Wiener Justizbeamtin widerfuhr. Herausgekommen ist dabei Joe & Julie, eine dürftig originelle Häfnromanze (Regie: Erhard Pauer), mit dahinplätschernder, recht einfallsloser Musik untermalt (Marcus Hagler). Julie (Caroline Frank), strenge Gefängnisaufseherin, verliebt sich in den smarten Sträfling Joe (Fritz Hammel), verhilft ihm zur Flucht, verliert Job, Wohnung und Legalität - kleine Krise, erste Versöhnung, große Krise, Happyend.

Einige Punkte macht das Vorstadt-Musical mit zwei großartig überspitzten Justiz-Witzfiguren (Christoph Fälbl und Adriana Zartl), ansonsten bleibt nur zu sagen: bitte lieber wieder arme Mädchen! (ih/ DER STANDARD, Printausgabe, 06.02.2007)

Metropol, (01) 407 77 40 43.
Bis 17. 3.
  • Artikelbild
    foto: metropol/palffy
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