Rosiger Auftakt "zum Mitsingen"

5. Februar 2007, 13:57
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Die 57. Berlinale startet mit Biopic zum Leben Edith Piafs, der mit 22 anderen Filmen im Wettbewerb ist

Berlin - Hollywood-Prominenz, deutsche Filme mit feinem Gespür für das Zeitgeschehen und französisches Kino "zum Mitsingen" - bei der 57. Berlinale startet am Donnerstag (8.2.) wieder das Rennen um den Goldenen Bären. Zum Auftakt der zehntägigen Internationalen Filmfestspiele Berlin will Festivaldirektor Dieter Kosslick auf Nummer sicher gehen. Mit "La Vie en Rose" über das Leben der Sängerin Edith Piaf präsentiert er am Eröffnungsabend den ersten von vier französischen Wettbewerbsbeiträgen. Mit insgesamt 400 Filmen, darunter allein 100 Weltpremieren, platze das neben Cannes und Venedig bedeutendste Filmfestival der Welt aus allen Nähten, sagt Kosslick. Im offiziellen Wettbewerb konkurrieren 22 Filme, darunter "Die Fälscher" des österreichischen Regisseurs Stefan Ruzowitzky.

Marion Cotillard als Piaf

Das Biopic "La vie en rose" von Olivier Dahan zeichnet das Leben der legendären französischen Chansonsängerin Edith Piaf (1915-1963) nach. Die Hauptrolle als Piaf spielt Marion Cotillard, in weiteren Rollen sind Gérard Depardieu und Sylvie Testud zu sehen. Im Wettbewerb um den Goldenen Bären konkurrieren 22 Filme, darunter 17 Weltpremieren. Rund 300 Kinofilme und 75 Kurzfilme laufen in den verschiedenen Sektionen. Dazu kommen 700 Produktionen, die auf dem "European Film Market" angeboten werden. Nahezu 19.000 Fachbesucher aus 116 Ländern haben sich angemeldet, darunter 3.800 Journalisten. Geplant sind insgesamt 1.190 Filmvorführungen.

De Niro, Eastwood und Soderbergh stellen Filme vor

Gleich am Eröffnungswochenende reist eine ganze Riege von Hollywoodstars an. Robert De Niro zeigt mit dem CIA-Thriller "Der gute Hirte" seine zweite Regiearbeit und bringt Hauptdarsteller Matt Damon mit. US-Schauspieler Clint Eastwood stellt außer Konkurrenz das Kriegsdrama "Letters from Iwo Jima" vor - den zweiten Teil seines Doppelprojekts über die amerikanisch-japanischen Kämpfe im Pazifik 1945. Steven Soderbergh präsentiert "The Good German" mit George Clooney als US-Journalist nach Kriegsende in Berlin.

Sharon Stone, Jennifer Lopez, Antonio Banderas, Judi Dench, Cate Blanchett...

Sharon Stone ist in Ryan Esslingers "When A Man Falls In The Forest" zu sehen, einer amerikanisch-kanadisch-deutschen Koproduktion. Ebenfalls aus Hollywood reisen Jennifer Lopez und Antonio Banderas an. Sie spielen in "Bordertown" von Gregory Nava, einem auf wahren Begebenheiten basierenden Film über eine unaufgeklärte Mordserie an der amerikanisch-mexikanischen Grenze. Judi Dench und Cate Blanchett kommen mit der britischen Produktion "Tagebuch eines Skandals" (Regie Richard Eyre) über eine unerfüllte Frauenliebe.

Ruzowitzkys "Fälscher"

Ruzowitzky erzählt in "Die Fälscher" die wenig bekannte Geschichte einer von den Nazis im KZ Sachsenhausen eingerichteten Fälscherwerkstatt. Der US-Regisseur Schrader ("American Gigolo") ist Präsident der diesjährigen Jury, der auch Willem Dafoe und Mario Adorf angehören.

Franzosen im Wettbewerb

Ausgesprochen gut sind im Wettbewerb neben den USA die Franzosen vertreten. Nach "La Vie en Rose" zeigt Jacques Rivette seinen neuen Film "Die Herzogin von Langeais". André Téchiné ist mit "Die Zeugen" und François Ozon mit "Angel" dabei. Den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk erhält der 84-jährige US-Regisseur Arthur Penn ("Bonnie und Clyde").

Zum 60. Geburtstag der Fotoagentur Magnum präsentiert die Berlinale außerdem "Magnum in Motion" mit Ausstellungen, Fotos und Filmen. Die Berlinale-Retrospektive "City Girls. Frauenbilder im Stummfilm" reflektiert die Darstellung des neuen Frauentyps im Kino. Zu den Stadtfrauen gehören etwa Louise Brooks, Asta Nielsen oder Gloria Swanson. (APA/dpa/sda)

  • Mit "La Vie en Rose" über das Leben
der Sängerin Edith Piaf präsentiert die Berlinale am Eröffnungsabend den ersten
von vier französischen Wettbewerbsbeiträgen.
    foto: constantin

    Mit "La Vie en Rose" über das Leben der Sängerin Edith Piaf präsentiert die Berlinale am Eröffnungsabend den ersten von vier französischen Wettbewerbsbeiträgen.

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