DVDs im Supermarkt selber brennen

9. Juli 2007, 11:27
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65.000 Titel über Kiosk-System verfügbar

Führende Filmstudios haben ein neues DVD-Format mit der Bezeichnung "DVD Download" abgesegnet. Das Format ist eine Kombination von leeren DVD-R-Medien und dem Kopierschutzsystem CSS (Content Scramble System). Angeboten sollen die neuen DVDs im Rahmen eines Kiosk-Systems "Qflix" im Einzelhandel werden. Kunden können an dem Terminal ihren gewünschten Film auswählen und ihn direkt im Geschäft auf DVD brennen lassen. Zudem kann ein Cover gedruckt werden. Der Einzelhandel soll auf diese Weise mit Online-Download-Shops mithalten können.

Zehntausende Titel On-Demand

Das Standardisierungsgremium DVD Forum, dem über 200 Hardware-, Software- und Unterhaltungskonzerne wie Columbia, Sony, Universal, Walt Disney und andere Unternehmen angehören, will den Einzelhandel in die Lage versetzen, zehntausende Titel On-Demand anzubieten, ohne dabei Probleme mit der in Geschäften knappen Stellfläche zu bekommen. "65.000 DVD-Titel sind verfügbar, wenn man aber in einen Supermarkt geht, findet man jedoch nur etwa 1.400 vor", sagt Anthony Bay, Chef des Kiosk-System-Anbieters MOD Systems , gegenüber der Financial Times. "Wir bieten eine Technikplattform, die dem Einzelhandel erlaubt mit Online-Download-Shops zu konkurrieren, ohne große Lagerbestände anhäufen zu müssen", so Bay.

Gemeinschaftsprojekt

Qflix ist ein Gemeinschaftsprojekt des Software-Unternehmens Sonic Solutions mit Kiosk-Anbietern wie Lucidiom, MOD Systems oder Polar Frog Digital. Die Software von Sonic Solution wird bei etwa 80 Prozent aller DVDs aus der Filmindustrie eingesetzt. Auch legale Online-Download-Shops nutzen die Kopierschutzsoftware, um ihren Kunden das einmalige Brennen des heruntergeladenen Films zu ermöglichen.

6.000 Filme sollen verfügbar sein

Die Unterstützung der Filmstudios für die On-Demand-Filme hing bislang an der Frage der Schutzmaßnahmen. Befürchtet wurde, dass die Filme illegal kopiert werden könnten. Durch die Verwendung von CSS gaben die Studios schließlich ihren Segen. Time Warner plant den neuen "Download und Brenn"-Service noch im Laufe dieses Jahres zu starten. 6.000 Filme sollen verfügbar sein. In den nächsten drei bis fünf Jahren erwartet man, dass 15 bis 20 Prozent der DVDs On-Demand über die Ladentische gehen. (pte)

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