Meraki-Boxen übertragen Internet von Haus zu Haus

10. Jänner 2008, 12:05
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US-Firmen suchen billige Wireless Internet Variante - Fokus auf leichte Installation

Um Internet auch für sozial benachteiligte Schichten leichter zugänglich zu machen, betreiben bereits viele us-amerikanische Städte Wireless-Internet Services. Auf vielen Straßenlampen wurden Transmitter angebracht, die ein Internetsignal aussenden. Doch 27 Prozent der Bevölkerung haben immer noch keinen Zugang zum Internet, wie eine Studie des Pew Internet and American Life Projects zeigt. Unter jenen, die Internet haben, verwenden noch immer 30 Prozent langsame Einwählverbindungen. Meraki, eine Firmenneugründung im Silicon Valley, will dieses Problem mit einem kreativen neuen Ansatz lösen, wie die New York Times berichtet.

Wireless

Wireless-Internetangebote der Städte können das Problem anscheinend nicht vollständig lösen. Wer mit seinem Laptop auf der Terasse eines Cafés sitzt, wird kaum Probleme mit seiner Internetverbindung haben, doch um auch innerhalb eines Gebäudes Signale empfangen zu können, braucht man teures Equipment, um das Signal zu verstärken. Peter Bell vom TeleGeography Research in Washington ist der Meinung, dass sich dieses Service nicht gegen DSL durchsetzen wird: "In ländlichen Gegenden, die keinen Breitbandanschluss haben, macht DSL wirtschaftlich gesehen mehr Sinn."

Lösungen

Meraki Networks kommen. Das Unternehmen will eine Übertragung des Signals auf Peer-to-Peer-Basis, die nicht auf Transmittern an Straßenlampen beruht, sondern auf Boxen, die mehrere Haushalte gleichzeitig versorgen können. Außerdem sollen sie angeblich so leicht zu installieren sein, wie ein Toaster. Es ist eine radikale Umkehrung des bisherigen Ansatzes, denn anstatt von außen nach innen zu senden, beginnt die Übertragung des Signals nun innerhalb des Hauses und wird zu den Nachbarn gesendet. Manche dieser Nachbarn müssen auch Meraki Boxen besitzen, die das Signal zu den anderen Nachbarn mit Boxen weiterleiten.

Mesh

Diese Boxen werden mit einer Software geliefert, die ein "Mesh Netzwerk" errichtet, das dynamisch Signale sucht, wenn Boxen an- und ausgesteckt werden. In den Boxen befindet sich ein Wi-Fi-Router auf einem Chip, kombiniert mit demselben Mikroprozessor und Memory, die den Kern der Silicon Graphics Workstation vor 10 Jahren bildeten. Diese Komponenten sind billig genug, um die Box für 49 Dollar verkaufen zu können. Noch sind die Meraki-Boxen nicht im Handel erhältlich und wurden auch noch nicht ausreichend in einer Großstadt getestet. Finanzielle Unterstützung erhält die neue Firma aber unter anderem von Google und von Sequoia Capital, die in den Anfangstagen Google finanzierten. (pte)

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