Elisabeth Ochsner: "Der ORF ist im Vergleich sehr teuer"

26. September 2007, 15:25
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"ORF-Programme sollen wieder mehr Profil bekommen", sagt die Geschäftsführerin der Panmedia Western

Wien - Neun Wochen noch bis zur großen Programmreform des ORF am 10. April. Was wünschen sich die Mediaplaner des Landes vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen, die mit ihren Werbebuchungen fast die Hälfte zum ORF-Budget beisteuern? Der STANDARD berichtet jeweils montags.

"Ich wünsche mir, dass die ORF-Programme wieder mehr Profil bekommen: Wofür steht welches Programm? Was ist die Positionierung der einzelnen Kanäle?" Das vermisst Elisabeth Ochsner, Geschäftsführerin der Panmedia Western. In der werbestärksten Zeitzone versucht der ORF das im ersten Programm mit der Daily Soap "Mitten im Achten" als Kontrast zur "ZiB 1" in ORF 2 und mit jüngeren Nachrichten um 20 Uhr.

Werbezeiten zu einem vernünftigen Preis

Dem ORF möge es mit einer klareren Positionierung gelingen, den Abwärtstrend seiner Zuschauerzahlen und Marktanteile zu stoppen, wünscht Ochnser der Anstalt. Punkt drei: "Dass ich bei stabilen Seherreichweiten meine Werbezeiten zu einem vernünftigen Preis einkaufen kann. Derzeit ist das nicht der Fall, der ORF ist im Vergleich zu internationalen wie nationalen Mitbewerbern sehr teuer." Private kämen mit ihrer Abdeckung teilweise schon an ORF-Leistungen heran.

Ihre Prognose für die Werbekonjunktur 2007: "Ein gutes Jahr. Wie schon 2006." (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 5.2.2007)

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    foto: der standard
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