Cyan Networks startet mit Linux-Proxy

15. März 2007, 15:19
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Expansion in DACH-Region und Osteuropa geplant

Mit einer Linux-basierten Proxy-Technologie will das erst seit Mitte Dezember 2006 operativ tätige österreichische Startup Cyan Networks auf dem Markt für Sicherheitslösungen durchstarten. Anfang Januar hat Cyan Networks den Enterprise Proxy "Cyan Secure Web für Linux" vorgestellt und sieht sich mit seiner Positionierung zwischen Open-Source- und Highend-Lösungen nahezu konkurrenzlos. "Von der Konkurrenz unterscheidet uns etwa unsere Soft Used Policy, die es erlaubt, dass Seiten nicht komplett geblockt werden, sondern kontrollierte Recherchen in gesperrten Internet-Bereichen möglich sind", erklärt Thomas Hoffmann, designierter CEO von Cyan Networks, im Interview im Rahmen der ITnT 2007.

Reverse

Bereits im März will das Unternehmen mit dem Reverse Proxy "Cyan Secure Application" nachlegen. Insbesondere dieses Segment sieht Hoffmann mit einem Marktvolumen von rund 120 Mio. Euro im Aufwind. Cyan Networks selbst peilt in den kommenden fünf Jahren einen Umsatz von 25 Mio. Euro an. Im Visier hat Cyan Networks mit seinen Sicherheitslösungen vor allem Finanzdienstleister und Großunternehmen. Ein zweites Standbein will sich Cyan Networks als OEM aufbauen, indem es seine Technologie zur Lizenzierung anbietet.

Finanzierung

Das Jahr 2007 hat Cyan Networks ganz unter das Motto Branding gestellt. Dennoch hat sich das junge Unternehmen bereits für die kommenden Monate einen kräftigen Ausbau auf die Fahnen geschrieben. "Wir wollen vor allem in der DACH-Region und in Osteuropa sowohl organisch als auch durch Zukäufe wachsen", betont Hoffmann. Bei der Finanzierung setzt Cyan Networks auf die Unterstützung durch institutionelle Investoren. Eine erste Finanzierungsrunde soll drei bis fünf Mio. Euro an Venture Capital in die Kassen spülen. Für Anfang 2009 ist eine zweite Runde geplant, in der das Unternehmen noch einmal eine ähnliche Summe einsammeln will.

Alte Hasen

Hinter Cyan Networks stehen einige Veteranen der Webbranche. Thomas Hoffmann und Michael Kofler, derzeit Finanzchef von Cyan Networks, haben unter anderem bis zum Jahr 2000 die Geschicke der Wiener Computer Software Manufaktur GmbH (CSM) gelenkt. Vor allem mit dem CSM Proxy, mit dem fast die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet wurde, hatte sich CSM in der Branche einen Namen gemacht und 12.000 Kunden gewonnen. Nach der Übernahme durch die britische SurfControl im Jahr 2000 zeichnete Hoffmann beim neuen Eigentümer für die Region CEE verantwortlich, verabschiedete sich jedoch im Vorjahr, um wieder ein eigenes Unternehmen zu führen. Im Juli 2006 wurde schließlich Cyan Networks aus der Taufe gehoben. (pte)

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