319 Tonnen Bohnen fair genossen

5. Februar 2007, 20:11
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Ehrlicher Kaffee erobert sich seinen Platz in Österreich: Absatz um 15 Prozent höher - Faire Feier im "Floridita"

Wien – Fairtrade Kaffee boomt in Österreich: Im ersten Halbjahr 2006 stieg der heimische Absatz der sozial- und ökologisch gerecht hergestellten Bohnen auf 319 Tonnen – plus 15 Prozent. Derzeit werden bereits 30 verschiedene Fairtrade-Kaffees von 15 Unternehmen angeboten – zwei Drittel davon sind zertifizierter Bio-Kaffee.

Erfolgsgeschichte

Diese Erfolgsgeschichte wurde Donnerstagabend im Wiener Floridita bei der „Fairtrade-Gala“ gefeiert. Zunächst einmal mit einer original äthiopischen Kaffee-Zeremonie samt Schaurösten, Mahlen und Kochen im traditionellen Jebena-Tonkrug. Danach „orientalische Kaffee-Klänge“ mit einem „Rakset Farah“-Freudentanz von Marwan Abado und René Irani an der Oud. Und zum generell tanzbaren Abschluss „karibische Rhythmen aus Kolumbien“ von der Band „Tropicolombia“.

Auf der Bühne und im Publikum versammelte sich jede Menge „fair“-gesinnte Prominenz: Moderatorin Barbara Karlich, Serge Falck, Pepi Hopf, Ludwig Müller, „Rounder Girl“ Tini Kainrath, „Starmaniac“ Alexandra Golda und Umweltstadträtin Ulli Sima. Gleichzeitig war der Festgemeinschaft allerdings auch klar, dass großes Potenzial schlummert: Österreich liegt mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 8,2 Kilo Kaffee pro Jahr im Europa-Spitzenfeld – nur in Finnland, Norwegen und Dänemark wird noch mehr aufgebrüht. Die Vorteile von „Fairtrade“-Kaffee: Die Produzenten müssen ihre Produkte nicht zu miserablen Preisen an Zwischenhändler verkaufen. Ein Mindestpreis garantiert Lohnstabilität, mit zusätzlichen Aufschlägen werden Sozialprojekte und ökologischer Anbau unterstützt. Zwangs- und Kinderarbeit sind verboten. (Roman Freihsl, DER STANDARD Printausgabe, 3./4.2.2007)

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    foto. standard/hendrich
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