Wiener Computer-Fachmesse ITnT füllte heuer zwei Hallen

13. Februar 2007, 10:09
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Rege Beteiligung aus dem Ausland - Nicht alle Branchengrößen vertreten

Im dritten Jahr ihres Bestehens hat die Wiener IT- und Telekom-Fachmesse ITnT erneut deutliche Zuwächse bei den Aussteller- und Besucherzahlen erzielt. Die 389 Aussteller (plus 30 Prozent) lockten an den drei Messetagen (30.1. bis 1.2.) knapp 16.900 Fachbesucher (plus acht Prozent) auf die deutlich vergrößerte Ausstellungsfläche im Messezentrum Wien.

Jeder achte Fachbesucher sei bereits aus dem Ausland angereist

"Die Wachstumsentwicklung der ITnT verläuft entgegen dem allgemeinen Trend bei internationalen IT-Fachmessen", erklärte Matthias Limbeck, themenverantwortlicher Geschäftsführer beim Veranstalter Reed Exhibitions. Jeder achte Fachbesucher sei bereits aus dem Ausland angereist, am stärksten vertreten waren Deutsche, Ungarn und Tschechen, sieht Limbeck den Osteuropa-Fokus bestätigt.

Nicht alle Branchengrößen vertreten

Das von einigen Ausstellern bemängelte Fehlen von Branchengrößen wie IBM, HP oder Mobilkom Austria hat man anscheinend auch beim Messeorganisator wahrgenommen. Der Erfolg der ITnT 2007 werde "internationale Player, die bisher gezögert haben auszustellen, dazu ermutigen, 2008 dabei zu sein", ist Reed Exhibitions überzeugt. Trotz kleinerer Kritikpunkte waren die Aussteller grundsätzlich zufrieden, ergab ein Rundgang der APA.

"Für uns war die Präsenz sehr wichtig und auch die Frequenz hat gestimmt. Allerdings ist die Messe noch zu klein. Wir hätten uns mehr Aussteller etwa aus dem Gesundheitsbereich gewünscht", so Johann Summerauer vom Zertifizierungsanbieter A-Trust. Die Möglichkeit, bei einem persönlichen Ausweis - beispielsweise der "Bankomat-Karte" - die Bürgerkartenfunktion frei schalten zu lassen, haben auf der ITnT laut Summerauer zwischen 80 und 100 Personen genutzt.

"E-Gov.City"

Reger Andrang herrschte auf der Sonderfläche "E-Gov.City", wo sich Bund, Länder, Städte, Gemeinden und Wirtschaftspartner präsentierten, um neue E-Government-Lösungen für Bürger und Wirtschaft vorzustellen. "Das Interesse war sehr hoch, vor allem aus Osteuropa und der Schweiz. Für die am Stand vertretenen Unternehmen war die ITnT erfolgreich, was auch den Wirtschaftsstandort stärkt. Außerdem ist es gelungen, das Image der Beamten zu verbessern", erklärte Brigitte Barotanyi vom Bundeskanzleramt. Daran werde man auch weiter arbeiten und versuchen, die Benutzerfreundlichkeit der Angebote der digitalen Verwaltung weiter zu erhöhen. Konkrete Projekte gebe es etwa, um die Nutzung von E-Government-Diensten auch über Digital-TV zu ermöglichen.

Heuer standen laut einer Umfrage die Themenbereiche IT-Sicherheit (32,2 Prozent), Netzwerklösungen (31 Prozent), Hardware (29,5 Prozent) und Telekommunikation (27,2 Prozent) im Mittelpunkt des Besucherinteresses. Die nächste ITnT ist für 5. bis 7. Februar 2008 geplant.(APA)

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