Vista: Ein Blick in die Zukunft

23. Juli 2007, 13:03
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Von der Desensibilisierung durch Sicherheitswarnungen bis zur Upgrade-Hölle - die Top-Voraussagen für Microsofts neues Betriebssystem

Seit wenigen Tagen ist Windows Vista auf dem Markt, neben dieser unumstößlichen Tatsache sind aber noch viele Fragen offen. So bleibt abzuwarten, wie sich die neue Version des Betriebssystems von Microsoft auf die IT-Welt auswirken wird. Eben dieser Frage ist nun die Zeitschrift Wired nachgegangen und hat mit Hilfe der eigenen LeserInnen eine Top-10-Liste von Vista-Voraussagen zusammengestellt.

Sicherheit

Ganz oben auf der Liste steht dabei ein Punkt, vor dem Sicherheitsexperten in der Vergangenheit bereits mehrmals gewarnt haben: So erwartet man, dass die zahlreichen Sicherheitswarnungen in Vista zu einer Desensibilisierung der UserInnen in diesem Bereich führen würden. Früher oder später würden die meisten BenutzerInnen entsprechende Warnungen nur mehr genervt wegklicken, der reale Sicherheitsnutzen sei somit gleich Null.

Schaden

Auch ansonsten nimmt man die Versprechungen Microsofts, dass nun im Sicherheitsbereich alles besser würde, nicht sonderlich ernst: Es werde zu keinerlei Reduktion des Aufkommens von Spyware, Viren und Trojanern kommen, so die ernüchternde Prognose. Immerhin würden auch die EntwicklerInnen von Schadsoftware stetig dazu lernen.

Update

Bei Wired geht man ebenso davon aus, dass das erste größere Update für Vista bereits innerhalb der nächsten sechs Monaten folgen wird - und zwar aufgrund schwerer Bugs in der Release-Version. Eine weitere Prognose: Viele KundInnen würden in der "Upgrade-Hölle" landen und sich unabsichtlich die falsche Vista-Version kaufen. Zu undurchschaubar sei die Vielzahl von verfügbaren Varianten des Betriebssystems und der damit verbundenen Upgrade-Möglichkeiten.

Erfolg

Trotzdem bleibt eines klar: Auch wenn sich derzeit das Interesse am Vista-Verkaufsstart in Grenzen hält, so ist der Erfolg des Microsoft-Betriebssystems vorprogrammiert. Allerdings weniger, weil die KundInnen so ein brennendes Interesse an der neuen Windows-Generation zeigen würden, sondern weil es ohnehin kaum möglich sein wird einen neuen PC ohne Vista zu erwerben.

Wiederholung

Auch für die Zeit nach Vista hat man einen recht zynischen Ausblick parat: Gegen Ende des Jahres wird Microsoft damit beginnen, über die kommende Windows-Version zu sprechen. Mit dabei dann wieder all die Sachen, die sich bei Vista nicht mehr ausgegangen sind, nachdem sie schon zuvor aus Windows XP gestrichen wurden. (red)

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