"Goyas Geister" spiegelt Erfahrung mit totalitären Regimes

11. Februar 2007, 20:10
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Milos Forman: "Habe gemerkt, wie die Geschichte sich stets wiederholt"

Prag - Regisseur Milos Forman ("Amadeus") hat in seinem neuen Film "Goyas Geister" auch seine persönlichen Erfahrungen mit totalitären Regimes verarbeitet. Der 1932 im böhmischen Caslav geborene Tscheche erlebte in seiner Heimat Faschismus und Kommunismus, bevor er 1969 in die USA emigrierte. "Bei der Beschäftigung mit dem Maler Goya und der spanischen Inquisition vor mehr als 200 Jahren habe ich gemerkt, wie die Geschichte sich stets wiederholt", sagte der 74-Jährige am Mittwoch vor Journalisten in Prag. "Der Mensch schreit nach einer Katastrophe: 'Nie wieder.' Aber schon 20 Jahre später ruft er das nächste Malheur hervor."

Die Darstellerin Natalie Portman, die Goyas Muse Ines spielt, sagte in Prag, Forman habe sie auf dem Titel einer Frauenzeitschrift für den Film entdeckt. "Wäre aber für die Prügelszenen kein Double für mich eingesprungen, hätte ich die Dreharbeiten ziemlich sicher weniger genossen", betonte die 25-Jährige. (APA/dpa)

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    foto: warner bros.
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