Linux weiterhin keine Gefahr für Microsoft

18. Juli 2000, 10:54

US-Marktforschungsinstitut prognostiziert verstärkte Dominanz von Microsoft-Betriebssystemen

Trotz des Enthusiasmus für Linux wird Microsoft auf voraussehbare Zeit seine beherrschende Marktstellung bei den Computer-Betriebssystemen beibehalten. Wie das US-Marktforschungsinstitut IDC berichtet, sind die Umsatzerlöse für Microsoft Windows NT Workstations im Jahr 1999 sogar stärker gestiegen als der Gesamtmarkt. Nach IDC-Angaben wuchsen die NT-Workstation Erlöse um 1,6 Mrd. Dollar (1,71 Mrd. Euro/23,5 Mrd. S), während der Gesamtmarkt auf Grund der durch Microsoft verursachten Einbußen nur um 1,53 Mrd. Dollar zulegen konnte.

"Unzweifelhaft gibt es viel Aufregung rund um Linux, aber bisher hat es diese Technik nicht geschafft, eine breite Revolution gegen die von Microsoft dominierte Desktop Welt zu entfachen", so IDC-Manager Al Gillen. Linux habe zu wenig Kraft, um die Markaufteilung signifikant zu ändern.

Nach IDC-Angaben entfielen im Vorjahr 87 Prozent der Erlöse aus dem Verkauf von Betriebssystemen auf Windows-Produkte. Im Jahr 2004 werden NT Workstation und Windows 2000 Professional wenigstens 85 Prozent aller Betriebssystemumsätze ausmachen, während die übrigen Windows 9x-Produkte für den größten Teil der restlichen Erlöse stehen und nur wenig Raum für Konkurrenzprodukte lassen werden. Die Erlöse von Linux und anderen Betriebssystemen werden von 36,9 Mill. Dollar im Jahr 1999 auf 93,3 Mill. Dollar in 2004 steigen, prognostiziert IDC.

Zu einer Erholung konnte im Vorjahr das Macintosh Betriebssystem Mac OS ansetzen, dessen Auslieferungen um 27 Prozent erhöhten. "Apple konnte das Vertrauen der traditionellen Nutzer in der grafischen und Design-Industrie wieder erlangen", so IDC-Manager Gillen. Wahrscheinlich werde es Apple aber nicht schaffen, den im vergangenen Jahrzehnt verlorenen Boden wieder gut zu machen. (red/APA)

Share if you care.