Burgenland: Impfaktion gegen Gebärmutterhalskrebs gestartet

19. März 2007, 11:03
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Eltern ersparen sich rund die Hälfte der Kosten - Buben sollen wegen Übertragungsrisiko ebenfalls geimpft werden

Eisenstadt - In den nordburgenländischen Gemeinden Pamhagen und Wallern hat eine Impfaktion gegen Gebärmutterhalskrebs begonnen. Apotheke und Gemeinde beteiligen sich an den Kosten für die Impfung, wodurch sich die Eltern rund die Hälfte ersparen, so Dr. Erich Egermann, Gemeindearzt in Pamhagen und Initiator der Impfaktion, am Donnerstag.

Die Kosten für eine Teilimpfung (drei Teilimpfungen sind notwendig, Anm.) belaufen sich auf 208 Euro. Bis Ende Juni wird die Impfung von der Apotheke um 155 Euro abgegeben, zusätzlich schießt die Gemeinde noch 50 Euro zu. "Es ist unsere Pflicht, dazu beizutragen, den Mädchen aus unseren Gemeinden die Impfung zu ermöglichen. Auch die Eltern darüber aufzuklären ist wichtig", erklärte der Pamhagener Bürgermeister Josef Wüger.

Buben ebenfalls impfen

Die Impfung ist derzeit für Mädchen und Buben von neun bis 15 Jahren und für Frauen bis zum 26. Lebensjahr zugelassen und vom Österreichischen Impfplan 2007 empfohlen. Auch wenn Männer nicht an Gebärmutterhalskrebs erkranken können, sind sie doch Überträger der Viren, deshalb sollten auch Buben geimpft werden. Pamhagen und Wallern führen nach eigenen Angaben als erste Gemeinden Österreichs eine gezielte Impfaktion durch. (APA)

  • Am ersten Tag nahmen schon etliche junge Frauen an der Aktion teil.
    foto: exakt pr
    Am ersten Tag nahmen schon etliche junge Frauen an der Aktion teil.
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