Midomi: Die Musiksuche mit Stimmerkennung

30. März 2007, 10:57
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Das Problem der Suche nach dem Ohrwurm scheint gelöst - SängerInnen wohl im Vorteil

Die Suchmaschine Midomi startet kürzlich mit ihrem Angebot. Das Besondere an der Suchmaschine ist, dass die AnwenderInnen nach Musikstücken nicht nur über eine Texteingabe, sondern auch mit ihrer Stimme suchen können.

SängerInnen im Vorteil ?

AnwenderInnen, die ein Headset oder Mikrofon an ihre PCs anschließen, können die gesuchten Lieder einer Melodie- und Spracherkennungssoftware vorsingen. Dabei muss man selbst angeblich nicht über gesangliche Talente verfügen, auch "Starmania-Leider-Nein-Kandidaten" sollen ihre Suchanfragen beantwortet bekommen. Midomi nutze ein "Multimodales adaptives Rekognitions-System (MMARS)" so die EntwicklerInnen im Tutorial daher solle so manches Gegröle oder nur ansatzweiser Singsang trotzdem erkannt werden. Die Software zerlege das eingehende "Material" nach Tonhöhe, Tempo-Variation, Phonetik der Wörter und Platzierung der Pausen und starte dann seine Analyse.

Original oder A-capella

Midomi ermöglicht es auch, die gefundenen Musikstücke anzuhören - entweder im Original oder in einer, von Midomi-NutzerInnen gesungenen A-capella-Version.

Nicht nur Suchmaschine

Das Konzept von Midomi ist jedoch nicht nur jenes einer Suchmaschine, sondern vielmehr ein Versuch einer eierlegenden Wollmilchsau. Nebst der Suchfunktion will es auch eine Plattform sein - Studio, Bühne und Kontakbörse noch oben drauf. Die registrierten UserInnen sollen durch ihre eigenen A-capella-Versionen die Datenbank vergrößern und so die "weltweit größte Musik-Suchmaschine aufbauen", so die EntwicklerInnen. User-Profile, Rating-Ssystem mit Sternchen, Gästebücher und Kommentarmöglichkeiten sollen die Community fördern. Hobby-MusikerInnen wiederum sollen sich über Midomi einem weltweiten Publikum vorstellen und hoffentlich auch Trendscouts von Plattenfirmen erreichen.(red)

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