Schön fies und gnadenlos brutal: Literatur im Gemeindebau

9. Februar 2007, 20:44
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Wiglaf Droste ist mit seinem neuen Buch "Kafkas Affe stampft den Blues" und alten Liedern am Sonntag im Rabenhof zu Gast

Peter Maffay sei eine von Ceausescu im Labor gezüchtete Wanderwarze und seine Gürtelschnallen größer als er selbst, hat Wiglaf Droste einmal über seinen erklärten Lieblingsfeind Peter Maffay gesagt. Oder: "Wir sägen uns die Beine ab und sehen aus wie Gregor Gysi" - ein Buchtitel von Wiglaf Droste von 2004. Um echt fiese Vergleiche ist er nie verlegen. Der wohl kompromissloseste Polemiker Deutschlands scheut sich auch nicht davor mal pietätlos zu werden: "yassir I can boogie", betitelte er seine Kolumne nach dem Tod von PLO-Chef Arafat.

Gnadelnos brutal

Der taz-Kolumnist, ehemaliger "Titanic"-Redakteur und Vielveröffentlicher (allein ca. 17 Bücher) schafft es mit seiner gnadenlos brutalen Art auch immer wieder Feministinnen, Autonome, oder Ex-DDR-Bürgerrechtler gegen sich aufzubringen. Jetzt hetzt er, der die feine Klinge ebenso brilliant beherrscht, auch endlich wieder in Wien - unter Garantie weder jugendfrei noch moralisch. Bei seiner Lesung in Wiens "Literatursalon im Gemeindebau" wird er auch einige seiner alten Hits intonieren. Lieder, die zu dem bissigsten und komischsten gehören, was von deutschen Liedermachern je in Mikros gesungen wurde.


Du kleine Löterin, Wiglaf Droste und das Spardosen-Terzett

Die Wüste in Reinhold Messner...

"Kafkas Affe stampft den Blues" heißt der von Droste gestaltete Abend im Rabenhof, benannt bei seinem 2006 erschienenen Buch, in dem er Auftritte von Tom Waits und Van Morrison, von Nancy Sinatra und Lou Reed beschreibt, "Ja der Franz" Beckenbauer zum 60. Geburtstag gratuliert, Kinky Friedman hochleben lässt und der Wüste in Reinhold Messner nachforscht. (kafe)

Sonntag, 4. Februar, 20 Uhr
Wiglaf Droste: "Kafkas Affe stampft den Blues"
Rabenhof Theater: Rabengasse 3, 1030 Wien
Kartenpreise: € 15,-- / € 12,--
Online-Kartenkauf
Reservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82

  • Zur PersonWiglaf Droste, 1961 in Herford / Westfalen geboren, war Redakteur der 'taz' und der 'Titanic'. Er veröffentlicht seine Texte im Funk, in Zeitungen, in Büchern und auf Tonträgern. Derzeit hat der Vielschreiber jeden Freitag eine Kolumne auf der Wahrheits-Seite der taz und schreibt eine Hörbuchkolumne für die Frankfurter Rundschau. 
 Als Sänger nimmt er mit dem "Spardosenterzett" CDs auf.Preise: 2003 - Ben Witter-Preis, 2005 - Annette von Droste Hülshoff-Preis
    foto: nikolaus geyer

    Zur Person
    Wiglaf Droste, 1961 in Herford / Westfalen geboren, war Redakteur der 'taz' und der 'Titanic'. Er veröffentlicht seine Texte im Funk, in Zeitungen, in Büchern und auf Tonträgern. Derzeit hat der Vielschreiber jeden Freitag eine Kolumne auf der Wahrheits-Seite der taz und schreibt eine Hörbuchkolumne für die Frankfurter Rundschau.

    Als Sänger nimmt er mit dem "Spardosenterzett" CDs auf.

    Preise: 2003 - Ben Witter-Preis, 2005 - Annette von Droste Hülshoff-Preis

  • Sonntag, 4. Februar, 20 Uhr
Wiglaf Droste: "Kafkas Affe stampft den Blues"
Rabenhof Theater: Rabengasse 3, 1030 Wien
Kartenpreise: € 15,-- / € 12,--Online-Kartenkauf Reservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82
    buchcover: edition tiamat

    Sonntag, 4. Februar, 20 Uhr
    Wiglaf Droste: "Kafkas Affe stampft den Blues"
    Rabenhof Theater:
    Rabengasse 3, 1030 Wien
    Kartenpreise: € 15,-- / € 12,--
    Online-Kartenkauf
    Reservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82

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