Feinstaub und Webkonferenz

1. Februar 2007, 10:25
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Aktuelle Themen und Probleme, die Jugendliche beschäftigen, kommen bei Cyberschool zum Vorschein

Derzeit: Umwelt, Soziales und die Möglichkeit, Vorträge via Webcam abzuhalten. Noch bis 31. März können Internetfreaks ihre Projekte anmelden.

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Wien/Klagenfurt/Weiz - Bis 31. März haben Schüler noch die Gelegenheit ihre Projekte im Bereich Internet, Mobile und Multimedia bei Cyberschool einzusenden. Österreichs größter Wettbewerb im Bereich neue Medien soll die Kommunikation zwischen Schulen und Unternehmen fördern.

Bewertet wird in drei Kategorien: Juniors (für 6- bis 14-Jährige), Classics (für Internetbegeisterte ab der 9. Schulstufe) und Technics, wobei alle versierten Internetprofis auf ihre Kosten kommen sollen. Um auch Mädchen für diese Art der Projektarbeit zu begeistern, werden in der zusätzlichen Kategorie "Girls only" die besten reinen Mädchengruppen prämiert.

Clean Air for our Environment (ClAirE) heißt ein Technics-Projekt der HTBLA Mössingerstraße Klagenfurt. Dabei soll ein System von vorbeifahrenden Autos die Nummerntafel lesen, diese an eine Datenbank schicken und dort angekommen, das Auto auf Feinstaubpartikel auswerten. Je nach Höhe richtet sich die zu zahlende Maut.

"Da es in Klagenfurt ein ziemliches Feinstaubproblem gibt, haben wir uns dahintergeklemmt und gemeinsam mit Greenpeace dieses Projekt auf die Beine gestellt", erklärt Michael Rindler (19) die Motivation. Weiterer Partner ist das Umweltamt Klagenfurt, welches eine Datenbank zur Verfügung stellt, in der die Emissionsklassen der Autos gespeichert sind.

Anwendung soll dieses System hauptsächlich in Städten finden, "vor allem dort ist die Feinstaubbelastung und damit die gesundheitliche Gefährdung sehr hoch".

Schulvorträge digital

Unternehmer-Geschichten im Cyberspace nennt sich ein anderes interessantes Classics-Projekt. Zwei Maturanten der HTL Weiz arbeiten dabei mit Lehrer Helmut Brückler an der Erstellung von Webkonferenzen. "Vorträge von Wirtschaftsgrößen über Internetkonferenzen an verschiedene Schulen zu übertragen", wünscht sich Brückler. Umgesetzt wird das mithilfe von Webcams, welche eine Liveübertragung über Internet und somit den Zugriff von vielen Schulen auf diese Konferenz ermöglichen. "Es ist noch nicht klar, ob es notwendig ist, Webcams zur Verfügung zu stellen, da diese Hardware in vielen Unternehmen schon vorhanden ist."

Für die jeweilige Firma hat die Technik den Vorteil, dass die Referenten nicht zu den Schulen fahren müssten, sondern ihre Vorträge von ihrem Büro aus halten könnten. Dies sei nicht nur eine Kosten-, sondern auch eine Zeitersparnis.

"Diese höher gestellten Persönlichkeiten bekommt man ja meist nur alle fünf Jahre zu Gesicht und so besteht die Chance, dass mehrere Schulen diese Leute kennen lernen und Fragen stellen können", meint Brückler. (Petra Polak, Katharina Holub/DER STANDARD Printausgabe, 17. Jänner 2007)

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