Re/Max fährt kräftigen Wachstumskurs

8. Jänner 2008, 15:02
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US-Makler-Kette peilt bis Jahresende hundert Niederlassungen in Österreich an - Transaktionsvolumen 2006 stark erhöht

Wien - Vor gut zehn Jahren hat der US-Immobilienmakler Re/Max ("Real Estate/Maximum") in Europa Fuß gefasst und seither massiv expandiert. Mittlerweile ist die Zahl der Immobilien-Vermittlungsbüros auf europaweit 1.459 empor geschnellt.

Europaweit 9.582 Re/Max-Berater

Der neue Chief Operating Officer (COO) von Re/Max Europe, H. Charles Lemire, und Re/Max Europe-Vorstand Frank J. Polzler berichteten am Mittwoch in Wien von erfolgreichen Kurs des Franchise-Konzerns in Europa. Im letzten Jahr konnten in sechs europäischen Ländern neue Büros eröffnet werden, man ist nun mit 1.459 Niederlassungen in 36 Ländern beinahe flächendeckend am gesamten Kontinent vertreten. Insgesamt seien nun 9.582 Berater europaweit für Re/Max im Einsatz, ein Zuwachs von zwanzig Prozent gegenüber 2005.

Insgesamt wurden im Vorjahr 90.516 Immobilientransaktionen getätigt. Lemire will den erfolgreichen Expansionskurs in Europa fortsetzen und weiter Marktanteile am heiß umkämpften europäischen Immobilienmarkt gewinnen.

Neue Büros auch in Österreich

Auch in Österreich treibt das amerikanische Unternehmen einen zügigen Expansionskurs voran. Alleine im abgelaufenen Jahr ist das Transaktionsvolumen um 36 Prozent auf 560 Mio. Euro gewachsen. "Wir wollen den Umsatz auch heuer wieder um 40 Prozent steigern", kündigte Re/Max-Österreich-Chef Alois Reikersdorfer an.

Die Zahl der Re/Max-Büros in Österreich soll im Laufe des Jahres von derzeit 77 auf 100 Franchise-Betriebe und Dependancen ausgeweitet werden. Mit Neueröffnungen sei etwa in Vorarlberg, Wien, Kärnten und Tirol zu rechnen. In Niederösterreich sind die Makler den Angaben zufolge bereits ganz gut vertreten.

Kräftig ausbauen will das US-Unternehmen auch seine Geschäfte mit Büroimmobilien. Den Anteil am Gesamtumsatz von derzeit rund 15 Prozent will Reikersdorfer "in den nächsten Jahren wesentlich steigern".

Viel Potenzial gesehen

Am gesamtösterreichischen Maklergeschäft hält Re/Max den Angaben zufolge derzeit einen Marktanteil von etwa zehn Prozent. Allerdings sind Makler hierzulande gemeinhin mit einem schlechten Ruf behaftet. Deshalb gehen auch die meisten Immobilien-Deals am offiziellen Maklermarkt vorbei und werden von Privat zu Privat abgewickelt. Nur für etwa ein Drittel (35 Prozent) der Geschäfte wird ein professioneller Vermittler eingeschaltet. "Hier liegt das Potenzial der Zukunft", ist der Austrokanadier und Re/Max-Gründer Frank Polzler überzeugt. Bereits in vier Jahren soll die Hälfte der Immobilien-Transaktionen über Makler abgewickelt werden, schätzt Reikersdorfer.

Punkten will Re/Max mit der unternehmenseigenen Maklerausbildung und "professioneller Dienstleistung", die etwa auch die Haftung für Beratungsmängel beinhalte. "Jeder Re/Max-Makler muss bei uns eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abschließen, um den Kunden hier einen entsprechenden Rückhalt zu bieten", erklärt der Österreich-Chef. Der Makler sei für alles, was er wissen müsste, zur Verantwortung zu ziehen. Demgegenüber sei ein privater Verkäufer - abgesehen von grober Fahrlässigkeit - nicht haftbar.

Gesamtmarkt wächst um 2-3 Prozent im Jahr

"Mit 'kurz eine Wohnung herzeigen, Schlüssel aushändigen und Provision kassieren' ist eine professionelle Vermittlung nicht getan", so Reikersdorfer. Eine Provision (3 bis 5 Prozent der Kaufsumme) rechtfertige unter anderem die Erstellung von Gutachten zum Gebäudezustand.

Derzeit werden österreichweit 200.000 Transaktionen (also Verkäufe und Käufe sowie Vermietungen und Mieten) pro Jahr abgewickelt. Das Wachstum des Gesamtmarktes schätzt er auf zwei bis drei Prozent jährlich. "Das heißt, es gibt mehr Markt und es wird auch etwas mehr gekauft", so Reikersdorfer. (APA/red)

  • Im Bild, v.l.: Re/Max-Österreich-Chef Alois Reikersdorfer, H. Charles Lemire, Chief Operating Officer von Re/Max Europe, und Frank J. Polzler, Vorstandsvorsitzender und Mitbegründer von Re/Max Europe.
    foto: re/max europe

    Im Bild, v.l.: Re/Max-Österreich-Chef Alois Reikersdorfer, H. Charles Lemire, Chief Operating Officer von Re/Max Europe, und Frank J. Polzler, Vorstandsvorsitzender und Mitbegründer von Re/Max Europe.

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