Erweiterung der Persönlichkeit

18. April 2007, 18:08
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"Hats, Hat Pieces & more" heißt das Label der österreichischen Designerin Julia Cranz, die sich "ein verstärktes Bewusstsein für Hüte" wünscht - Teile der Kollektion in einer Ansichtssache

Wien - Wenn die US-Schauspielerin Sarah Jessica Parker ("Sex and the City") einen kleinen Hut in Herzform aus Seide und Leder mit einer kleinen Schleife trägt, dann zeichnet dafür eine österreichische Designerin verantwortlich. Die 25-jährige Hutmacherin Julia Cranz hat aber nicht nur die amerikanische Stilikone behütet, auch Opernsängerin Anna Netrebko, die Sängerin Mieze der Berliner Band Mia und der Rapper Jan Delay lieben die Cranz-Kreationen. Donnerstagabend präsentierte die Österreicherin ihr Hutlabel "Hats, Hat Pieces & more" zum ersten Mal der heimischen Presse.

Hetzendorf-Schülerin

Die Jungdesignerin hat bereits im Rahmen der New York Fashion Week im Jahr 2005 ihre "Valentine's Day Collection" vor Publikum wie Donna Karan und Patricia Field präsentiert. Cranz zählt mit ihren 25 Jahren zu den jüngsten anerkannten Hutmacherinnen weltweit. Ursprünglich studierte sie Modisterei an der Modeschule Hetzendorf, danach absolvierte sie ein Fachpraktikum bei Maestro Rolando Segalin, Venedigs populärstem Edelschuhmacher.

Es folgten zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, sowie Engagements für Theater, Shows und Filmproduktionen. Neben Ihrem Atelier im niederösterreichischen Eichgraben eröffnete Cranz 2005 ein weiteres Atelier in Venedig und erfreut sich zahlreicher Kundinnen aus der ganzen Welt.

Alles handgefertigt

Die Designs von Cranz zeichnen sich durch ihre radikale Linie aus. Sie kombiniert für ihre Sommermodelle Stroh mit Federn oder leichtes Leder mit Seide und Swarovski-Steinen. Für den Winter verwendet sie viel Filz, Haarfilzen, Loden und schweres Leder. Lack und Latex wird mit feinstem Tüll und danach mit 23-karätigem Gold veredelt. Jedes Stück wird von der 25-Jährigen noch von Hand gefertigt.

"Ich wünsche mir ein verstärktes Bewusstsein für Hüte: Es geht mir darum, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und ganz neue Formen der Kopfbedeckung zu kreieren, um die harmonische Verbindung zwischen Hut und Trägerin", meint Cranz. Hüte seien eine Betonung und eine Erweiterung der eigenen Persönlichkeit.

Die bei der am Donnerstag Show anwesende Malerin Maria Lahr hat bereits für ein individuelles Modell angefragt. (APA)

  • Kreationen von Julia Cranz
    foto: julia cranz

    Kreationen von Julia Cranz

  • Artikelbild
    foto: julia cranz
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