VP-Rat für neues ORF-Zentrum

5. März 2007, 12:16
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Gemeinsamer Standort mit Privaten

ORF-General Alexander Wrabetz bekommt Rückenwind aus dem bürgerlichen Lager für seine Überlegungen, das ORF-Zentrum vom Küniglberg abzusiedeln.

Christian Domany, von der Regierung entsandter ORF-Stiftungsrat und im Brotberuf Vorstand des Flughafen Wien, plädiert im Gespräch mit dem Standard dafür, ein neues Rundfunk-Zentrum auf dem Gelände des geplanten Wiener Zentralbahnhofes zu errichten. Jedenfalls, wenn sich herausstellt, dass die Sanierung des derzeitigen Gebäudes am Küniglberg zu teuer kommt.

Am Zentralbahnhof könnten neben ORF auch private Rundfunkanstalten einziehen

Am Zentralbahnhof (entsteht auf dem Gelände des derzeitigen Süd- beziehungsweise Ostbahnhofs) könnten neben dem ORF auch private Rundfunkanstalten einziehen. Sender beider Sorten könnten alle Bereiche, die nicht dem Wettbewerb unterliegen, an einem Standort konzentrieren, sagt Domany.

ATV-Chef Franz Prenner hielte es für eine "hervorragende Idee", etwa Studios gemeinsam zu nutzen. Er gibt aber zu bedenken, dass am Zentralbahnhof wenig Platz zur Verfügung stünde.

Lieber St. Marx

Prenner verhandelt derzeit mit der Gemeinde über einen neuen Senderstandort für ATV in St. Marx, wo Wien an einem Mediencluster bastelt.

Vom ORF fordert der Wiener VP-Gemeinderat Bernhard Dworak, dessen Roland-Rainer-Bau zu sanieren. Dworak fürchtet zwei Hochhäuser_auf dem Küniglberg, wie sie die deutsche ORF-Beraterfirma Quickborn vorgeschlagen habe. "Es gibt keine Hochhauspläne", verlautet dazu aus dem ORF. (cr, fid/DER STANDARD; Printausgabe, 31.1.2007)

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