Runder Tisch gegen Gewalt

2. März 2007, 14:13
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Der Schweizer Sportminister Schmid lud in Hinblick auf die EURO 2008 zu einer Diskus­sions­runde, um das Hooligans-Problem in den Griff zu bekommen

Bern - Der Schweizer Sportminister Samuel Schmid hat am Montagabend, auch im Hinblick auf die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz, zum ersten Runden Tisch im Kampf gegen Gewalt im Sport geladen. Die Teilnehmer nutzten die Diskussion zu einer gemeinsamen "Erklärung des Schweizer Sports zur Bekämpfung von Gewalt im und um den Sport".

Sie bildet die Basis für einen Aktions- und Maßnahmenplan, der die rasche Umsetzung von Projekten zur Bekämpfung von Gewalt im Sport gewährleisten soll, wie es in einer Verlautbarung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) vom Montagabend heißt. Festgelegt werde darin die Umsetzung repressiver und präventiver Ansätze, etwa die Durchsetzung von Stadionverboten, die Ausbildung von Sicherheitsbeauftragten, Fanarbeit und die Information.

Ohne diese Maßnahmen drohe die Schweiz zum Anziehungspunkt für Hooligans und gewaltbereite Gruppen aus ganz Europa zu werden. Es gehe darum, "Nägel mit Köpfen" zu machen, sagte Schmid im Schweizer TV. Neben dem VBS waren Vertreter des Bundesamts für Sport, des Fußball- und Eishockeyverbands, der Swiss Football League sowie Sicherheits- und Polizeiverantwortliche von Bund und Kantonen und Vertreter von Swiss Olympic anwesend.

Schmid hatte den Runden Tisch im Hinblick auf die EURO 2008 und die Eishockey-WM 2009 lanciert. Ein nächstes Treffen ist für Ende Juni geplant. Um Gewalttätige von Sportstadien und deren Umgebung fern zu halten, stehen den Schweizer Sicherheitskräften bereits seit Anfang 2007 neue Instrumente zur Verfügung: Rayonverbot, Ausreisebeschränkung, Meldeauflage und ein maximal 24-stündiger Polizeigewahrsam. Personen mit entsprechenden Auflagen werden von der elektronischen Datenbank HOOGAN erfasst. (APA/sda)

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