Windows Vista seit Dienstag in Österreich und weltweit erhältlich

16. April 2007, 11:59
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Run auf Läden dürfte sich in Österreich in Maßen halten, Microsoft rechnet vor allem mit Verkauf über neue PCs - Auch heimisches Know-How im neuen Betriebssystem

Microsoft hat mit dem weltweiten Verkauf seines neuen Computer-Betriebssystems an Privatanwender begonnen. Zwölf Jahre nach Windows 95, sechs Jahre nach Windows XP und zwei Monate nach dem Verkaufsstart für Großkunden ist das neue Windows Vista ab heute, Dienstag, in Österreich und weiteren rund 70 Ländern weltweit auch für Privatkunden und Kleinunternehmen in den Läden erhältlich. Ebenfalls gestartet wurde der Verkauf des neuen Bürosoftwarepakets Microsoft Office 2007. Einen Sturm der Läden wie etwa in Asien und den USA erwartet Microsoft in Österreich aber nicht.

Keine Zahlen

"Wir glauben, dass sich Vista vor allem über neue Computer durchsetzen wird", sagte Katharina Thiel, Leiterin des Bereichs Windows Client, bei der für Microsoft-Verhältnisse schlichten Vista-Präsentation in Wien. Dennoch hat Microsoft Österreich so gut wie alle neuen Pakete in die Läden gebracht, die zum Start der neuen Software für die Alpenrepublik verfügbar waren. Eine Prognose, wie viele der neue Vista-Pakete sich im ersten Anlauf in Österreich verkaufen werden, sagte das Unternehmen nicht. Weltweit erwartet der Marktforscher IDC bis Jahresende 105 Millionen Vista-Anwender.

"Sehr erhebender Moment"

Windows 95 hatte Microsoft noch im Dach des Wiener Stephansdoms vorgestellt, erzählte Microsoft Österreich-Chef Herbert Schweiger. Windows Vista präsentierte das Unternehmen am Montagabend einem kleineren Kreis von Fachleuten in der gegenüberliegenden Sky-Bar. Schweiger sprach dennoch von einem "für uns sehr erhebenden Moment". Das neue Windows-Programm sei "eine von Grund auf veränderte Software für eine von Grund auf veränderte Welt". 60 Prozent der Österreicher hätten heute schon einen Internetzugang. Die Informationsflut via E-Mail und Internet habe sich verzehnfacht.

Herbert Schweiger und Katharina Thiel

Laut Schweiger steckt in den neuen Programmen auch Know-How aus Österreich. Jeder zehnte IT-Experte des Landes habe sein Feedback abgegeben. Die Tipps seien allesamt gemeinsam mit über 5 Millionen Feedbacks aus aller Welt in das neue Programm eingeflossen.

Sicherheit

Allen fünf angebotenen Vista Versionen ist gemein, dass sich Microsoft um die Sicherheit und die bessere Benutzbarkeit des Betriebssystems bemüht hat. So soll die neue Oberfläche "Aero" etwa 20 Prozent mehr Arbeitsfläche auf dem Bildschirm zur Verfügung stellen und die so genannten "Family Settings" sollen Kinder beim Websurfen vor nicht adäquaten Inhalten schützen.

Für Heimbenutzer bietet die neue Vista-Version unter anderem erweiterte Media Center Funktionen, etwa Unterstützung für DVB-T, sowie diverse Multimedia-Anwendungen etwa für Digitalfotografie. Geschäftskunden will Microsoft mit Vista verbesserte Mobilitäts- und Zusammenarbeits-Funktionen sowie verbesserte Such- und Ordnungsfunktionen bieten.

Mit neuen PC

Microsoft geht davon aus, dass die meisten Kunden Vista mit einem neuen PC erwerben. Ansonsten wird davon ausgegangen, dass kleinere Unternehmen ihre XP-Installationen mit dem Windows Vista Business Upgrade um rund 289 Euro bzw. Heimanwender ihr Windows XP Home um rund 229 Euro auf Windows Vista Home Premium aktualisieren. Wer auf Handbuch und Herstellerunterstützung verzichtet, kann in Österreich auch zu den deutlich günstigeren "Systembuilder"-Versionen greifen.

Das Microsoft Office System 2007 ist in sieben Suiten erhältlich, wobei die "Office Home & Student 2007" Version für Privatanwender die interessanteste sein dürfte. Sie enthält Word, Excel, PowerPoint und OneNote und darf auf bis zu drei PCs im Haushalt gleichzeitig installiert werden. (APA)

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