US-Schauspielerin Liz Renay gestorben

30. Jänner 2007, 09:57
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Spielte in 18 Sexfilmen - in John Waters Kultfilm "Desperate Living" machte sie bekannt - Autobiografie "My First 2000 Men" wurde zu Bestseller

Las Vegas/New York - Eine der schillerndsten Figuren der amerikanischen Filmindustrie, Liz Renay, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Die Buchautorin, Stripperin und Schauspielerin hatte in 18 Sexfilmen mitgespielt und war vor allem durch ihre Rolle in John Waters Kultfilm "Desperate Living" (1977) bekannt. Die inzwischen eingestellte britische Wochenzeitschrift "The Saturday Evening Post" bestätigte ihr 1965 in einem dreiseitigen Porträt, "Marilyn Monroe ähnlicher zu sehen als irgendeine andere Frau" der Welt.

Zuvor hatte ihr das renommierte "Life"-Magazin bereits eine Fotoreportage gewidmet. Die "New York Times" berichtete am Montag (Ortszeit) unter Bezug auf ihren Sohn Johnny McLain, dass Renay am Montag vergangener Woche in der Nähe von Las Vegas an inneren Blutungen gestorben war. In dem Spielerparadies lebte die blonde, vollbusige Schönheit, seitdem sie ihren strenggläubigen Eltern noch während der Schulzeit weggelaufen war.

Sexdarstellerin saß im Gefängnis

Zwei der fünf Bücher, die Liz Renay schrieb, wurden zu Bestsellern. "My Face for the World to See" (1971) und "My First 2000 Men" (1992) sind Autobiografien. Der erste Titel entstand, als die Sexdarstellerin wegen ihrer Verbindung zur Mafia drei Jahre hinter Gittern saß. In dieser Zeit malte sie auch 150 Bilder und gab im Gefängnis Kunstunterricht. Kaum wieder auf freiem Fuß, kehrte Renay jedoch zur Stripperei zurück.

Um einen zweiten Knastaufenthalt für "Flitzerei" kam sie haarscharf herum: Sie war nackt auf dem Hollywood Boulevard herumstolziert, wurde verhaftet, dann aber freigesprochen. Zuletzt erregte sie im Juni 2006 Aufsehen, als sie sich bereits 80-jährig im Cleopatra-Stil von vier knapp bekleideten jungen Männern auf Händen in einen Saal tragen ließ. Den Rahmen gab das 49. Striptease-Jahrestreffen eines Las Vegas Museums, des Exotic World Burlesque Museum. (APA/dpa)

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