Strabag will sich nicht überfressen

9. März 2007, 12:01
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Russland bleibt Wachstumsgebiet

Dubai – Der Baukonzern Strabag sieht gute Chancen für weitere Aufträge in den Vereinigten Arabischen Emiraten, will aber gemächlich an die Sache herangehen. „Wir wollen mit kleinen, überschaubaren Projekten langsam wachsen“, sagte Strabag-Vorstand Nematollah Farrokhnia bei einem Lokalaugenschein in Dubai.

Dabei wäre es verlockend, aktiver um Aufträge zu buhlen, gelten die Emirate und Dubai im Speziellen doch als größte Baustelle der Welt (siehe Reportage nebenan). Farrokhnia will aber nichts überstürzen, den Markt zuerst gut kennen lernen und sich erst in der Folge eventuell an größere Projekte heranwagen.

Der Baukonzern, der noch im ersten Halbjahr 2007 an die Börse gehen will, hat im Vorjahr in der Region rund 100 Mio. Euro umgesetzt, was etwa zwei Prozent des Gesamtumsatzes von zehn Mrd. Euro entspricht. Heuer sollen es inklusive den Aktivitäten der Tochterfirmen Züblin und Dywidag rund 200 Mio. Euro werden. Rechnet man noch die Straßenbauaktivitäten im angrenzenden Oman hinzu, sollten sich die Umsätze in der Region heuer auf 250 Mio. Euro summieren.

In Dubai baut die Strabag unter anderem einen Apartmentkomplex, bestehend aus zwei Türmen mit 21 und 25 Stockwerken samt dazugehörigem Geschäftszentrum, einen Villenkomplex und ein Kriseninterventionszentrum am Flughafen.

Das strategische Wachstumsgebiet des Strabag-Konzerns bleibe Russland, sagte Farrokhnia. Dort sollen die Umsätze heuer auf 400 Mio. Euro verdoppelt werden mit dem Ziel, 2010 in Russland eine Mrd. Euro an Umsatz zu schaffen. Dieser Tage rechnet Farrokhnia mit einem ersten Auftrag in Australien. Es geht um ein Kanalisationsprojekt in Sydney mit einem Auftragswert von 30 Mio. Euro. (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.1.2007)

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