Darf es noch etwas Vista mehr sein?

20. September 2007, 11:51
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Nachfolger von XP startet in Österreich - Fünf Editionen, mehrere Varianten - 32- und 64-Bit Versionen im Kaufpreis enthalten

Zwei Jahre nach dem ursprünglich geplanten Start und sechs Jahre nach der Ankündigung von Windows XP ist Vista, die neueste Version des Betriebssystems von Microsoft, nun auch in Österreich für den Massenmarkt erhältlich. Für Großkunden gibt es Vista bereits seit rund zwei Monaten. Angeboten werden fünf "Editionen" und mehrere Varianten, diese unterscheiden sich in Leistungsumfang und Prozessorunterstützung, lassen sich aber, eine Kreditkarte vorausgesetzt, auch auf die "höherwertigeren" Editionen freischalten.

"Home Basic" und "Home Premium"

An den Endkunden richten sich die "Home Basic" und "Home Premium" Versionen, die in verschiedenen Online-Quellen derzeit mit 259,00 bzw. 329 Euro ausgezeichnet werden. Offizielle Preise hat Microsoft noch nicht veröffentlicht. Entscheidet man sich nicht für das FPP (Full Package Product, DVD mit Verpackung, ...) sondern greift man entweder zu der SB/DSP (Systembuilder) oder beim Hardwareneukauf zur OEM-Version, wird Vista deutlich billiger. Dafür muss man auf Verpackungen und kostenlosen telefonischen Hersteller-Support verzichten.

Aero

Auch die Update-Version liegt preislich unter der Vollversion, hierbei sollte der Nutzer allerdings beachten, dass man im Falle einer Neuinstallation zuerst XP installieren muss, bevor man Vista installieren kann. Vista Home Basic unterscheidet sich optisch kaum von Windows XP, da die neue Oberfläche Aero sowie andere Features fehlen. Vista Home Premium bietet hingegen die neue Oberfläche, Unterstützung für Tablet-PCs und hat auch die Media Center Funktionalität für den Anschluss an einen Fernsehapparat integriert.

"Vista Enterprise"

An den Unternehmenskunden richtet sich "Vista Business". Zwar ohne Media Center Unterstützung, dafür aber mit Support für den Small Business Server von Microsoft, Fax-Fähigkeit, einer Backup-Lösung und anderen "Business"-Angeboten. Als Preis wird hier derzeit zumeist 419,00 Euro angegeben. "Vista Enterprise" wird nicht im Handel angeboten. Dieses um Laufwerk-Verschlüsselung, Mehrsprachigkeit und UNIX-Unterstützung erweiterte Vista Business ist nur mit einem Microsoft Software Assurance Vertrag erhältlich.

Wer die Funktionen aller Editionen und dazu noch einige Spiele sowie Videos anstelle der langweiligen Bilder als Bildschirmhintergrund haben möchte, muss zur "Vista Ultimate" Edition greifen, für die derzeit Online ein Preis von 599,00 Euro angegeben wird. Über "Windows Anytime Upgrade" lassen sich Vista Home Basic, Home Premium oder Business auf eine Version mit größerem Funktionsumfang online aufrüsten. Dazu erwirbt der Kunde lediglich online einen passenden Installationsschlüssel und legt anschließend die Vista-DVD ein. Die notwendigen Programme sind auf der DVD bereits enthalten.

32-Bit und 64-Bit

Prinzipiell ist Vista in allen Editionen sowohl für 32-Bit, als auch für 64-Bit Prozessoren erhältlich und beim Kauf auch schon entsprechend lizenziert. Allerdings liegt die 64-Bit DVD nur der Ultimate Edition bei. Die Käufer der anderen Versionen können die DVD gegen einen Unkostenbeitrag bei Microsoft nachbestellen. Eine gleichzeitige Installation und Benutzung der 32- und 64-Bit Version ist jedoch nicht erlaubt. (APA)

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