Hundertstel-Krimi an Byggmark

2. März 2007, 13:54
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Der Schwede gewann mit einem starken Final­lauf auch den zweiten Slalom in Kitzbühel - Matt wieder Zweiter, Mölgg Dritter

Kitzbühel - Jens Byggmark ist der Slalom-König von Kitzbühel! Der schwedische Youngster gewann 24 Stunden nach seinem Premieren-Triumph auch den zweiten Torlauf in der Gamsstadt. Es war ein Hundertstel-Krimi, in dem die Top-2 identisch mit jenen von Samstag waren. Denn der 21-jährige Byggmark setzte sich in 1:44,20 Minuten 0,03 Sekunden vor dem Tiroler Mario Matt durch, der drittplatzierte Halbzeit-Leader Manfred Mölgg (ITA) hatte nur 5/100 Rückstand auf den Sieger.

Blauer Himmel, Sonnenschein

Nach Schneetreiben und Nebel am Samstag gab es am Sonntag in Kitzbühel blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Und einen extrem spannenden Slalom. Die Tiroler Benjamin Raich und Manfred Pranger belegten die Ränge sechs und acht, der Oberösterreicher Alexander Koll wurde 14. und erreichte damit das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere.

Nach dem Doppel in Kitzbühel geht es am Dienstag mit dem Nachtslalom in Schladming (18 und 20:45 Uhr) weiter. Das "Nightrace" ist das letzte Rennen vor der WM in Aare, die am Freitag eröffnet wird und am Samstag mit dem Herren-Super-G so richtig losgeht.

Fette Beute

Byggmark war als einer der schwedischen Slalom-Senkrechtstarter nach Kitz gereist und verließ Tirol als neuer Weltcup-Star. Und als reicher Mann, denn für die beiden ersten Plätze streifte er nicht weniger als 134.000 Euro und eine Rolex-Uhr ein. Zudem ist der Träger des "Roten Trikots" der erste Slalom-Doppelgewinner der Saison. Und für die Schweden, die Hausherren der WM, war es im sechsten Slalom-Rennen bereits der vierte Sieg.

"Es ist wirklich unglaublich. Eigentlich war ich nach dem Sieg gestern müde. Ich kann mir nicht erklären, wieso es so gut läuft", meinte Byggmark, der in der vergangenen Saison Europacup-Dritter gewesen war.

"Hundertstelglück"

Matt hatte sich dem Schweden am Samstag um gleich 0,87 Sekunden geschlagen geben müssen, am Sonntag waren es nur noch drei Hundertstel. Doch der "Ärger" hielt sich in Grenzen. "Ich hab' im Flachen ein bisschen Zeit liegen gelassen, bin aber sehr zufrieden. Byggmark hat derzeit eine tolle Lockerheit und fährt voll auf Angriff. Und heute hatte er auch noch das Hundertstelglück auf seiner Seite."

Mölgg fuhr zum zweiten Mal in seiner Weltcup-Karriere aufs Stockerl und war überglücklich: "Ich bin locker gefahren, fast wie im Training. Jetzt freue ich mich auf Schladming." In der Steiermark hatte Mölgg 2004 Rang zwei belegt.

Raich am Limit

Zweitbester Österreicher war Benni Raich als Sechster, der Pitztaler weist im Gesamt-Weltcup nur noch 155 Punkte Rückstand auf Leader Aksel Lund Svindal (NOR/am Sonntag 16.) auf. "Das war keine schlechte Leistung. Viel mehr war nicht drinnen", betonte Raich vor der Reise nach Schladming, wo er bereits drei Mal gewonnen hat.

Pranger erleichtert

Pranger durfte sich nach drei Ausfällen in Folge als Achter freuen, vor allem der starke erste Durchgang als Zweitschnellster war für den Tiroler eine Riesenerleichterung. "Ich war nach dem Out am Samstag gewaltig deprimiert. Normalerweise juble ich nach dem ersten Durchgang nicht, aber die Erleichterung war fast so groß wie bei einem Sieg."

Reinfried Herbst ließ an seinem Comeback-Wochenende nach Platz 21 am Samstag 24 Stunden später Rang 18 folgen. Nach einer "von oben bis unten kontrollierten Fahrt auf Platzierung" im ersten Durchgang (19.) wollte der Salzburger im Finale mehr riskieren, ließ sich jedoch von einer tückischen Welle im Schlusshang überrumpeln. "Das ärgert mich, weil das ein Besichtigungsfehler war. Ich habe nicht geglaubt, dass es so eng wird."

Miller fast im Ziel

Bode Miller schied - wie fast immer im Slalom - aus. Diesmal erwischte es den US-Amerikaner allerdings nach Platz 17 im ersten Lauf erst wenige Tore vor Ende des zweiten Durchgangs. (APA)

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    Der schwedische Senkrechtstarter Jens Byggmark gewann in Kitzbühel alles, was es heuer dort zu gewinnen gab.

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    Mario Matt (li) fasste erneut den zweiten Platz aus, für den Halbzeitführenden Manfred Mölgg (re) aus Italien blieb Platz drei.

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