Tonerstaub erhöht Tumorrisiko

27. Jänner 2007, 20:19
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Laserdrucker erhöhen die Staubbelastung der Raumluft um das Doppelte - vor allem Ultrafeinstaub toxikologisch bedenklich

Der Gießener Toxikologe Volker Mersch-Sundermann hat vor gesundheitlichen Gefahren durch Tonerstaub gewarnt. Eine Pilotstudie im Auftrag eines Arbeitskreises des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) habe ergeben, dass sich die Staubbelastung im Raum beim Betrieb von Laserdruckern verdoppeln könne.

Schwermetalle und hochgiftige Verbindungen

Beim Start des Druckers würden zudem schlagartig so genannte Ultrafeinstäube in den Raum geblasen. Diese könnten über die Lunge bis in die Blutbahn vordringen. Dabei handele es sich um komplexe Gas-Gemische mit allergenen Schwermetallen wie Kupfer und Nickel sowie hochgiftigen Zinn-Verbindungen und Ozon.

Chronische Folgen

"Die Zusammensetzung bereitet uns mehr Sorge als die hohe Konzentration", sagte Mersch-Sundermann gegenüber der Frankfurter Rundschau. Bei den gesundheitlichen Folgen gehe es weniger um die Akutreaktionen, sondern eher um mögliche chronische Folgen.

Erste Studie unter "Bürobedingungen"

Versuche mit Lungenzellenkulturen hätten gezeigt: Im direkten Kontakt mit Tonerstaub wird die Erbsubstanz beschädigt und somit das Tumorrisiko erhöht. Laut Mersch-Sundermann handelt es sich um die erste Studie unter "realen Bürobedingungen". Tonerstaub steht seit Jahren im Verdacht, unter anderem chronisches Asthma auszulösen. (APA/AFP)

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