Dollfuß wieder weg

von Redaktion  |  02. Februar 2007, 15:37
Wien, Bundeskanzleramt, Marmorsalon: das unter Schüssel angebrachte Dollfußbild ist wieder weg.

Herzlichen Dank an Robert Newald für die Zur-Verfügung-Stellung der Bilder mit dem Bild. (Erstes und Zweites). Meine hab ich leider irgendwo unbeschriftet und vergraben in den Weiten des Archivs.

Foto: Robert Newald

Foto: Robert Newald

Foto: Matthias Cremer

(matthias.cremer@derStandard.at)

druckenweitersagen:
posten
»Posting 1 bis 25 von 168
1 2 3 4
Donauwelle  
11.06.2009 21:15
Heldenkanzler


im Widerstand gegen den Nationalsozialismus gefallen, da nützt auch alle sozialistisch gefärbte Geschichtsumschreibung nichts

RebelAngel 
13.02.2007 16:28
darf ich anmerken...

die Aufschrift vom Kerzerl haben's auch zur Wand gedreht...na sowas aber auch, ich falle gerade vor Bestürzung aus allen Wolken 3;- )

Threonin
13.02.2007 15:01
Endlich - Zeit war es

Antidemokraten und Verehrung von Antidemokraten sollten in den offiziellen Räumlichkeiten der Vertretungen unserer Republik keinen Platz haben!

Anders gesagt: Daheim kann jeder meinen, was er will, aber im Kanzleramt hat die Verehrung von Faschisten und Diktatoren nichts verloren.

Franz Stefan
15.02.2007 10:21
...hat die Verehrung von Faschisten und Diktatoren

Genau, so isses!
Alles auf der Welt ist entweder schwarz oder weis.
Es gibt nur kapitalistische Diktatur oder sozialistische Demokratie.
Ich würde das Dollfuß Bild heute nicht neu installieren.
Diese radikale, verkürzte Sicht, stört mich aber auch irgendwie. Vielleicht einmal Wiki nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dollfu%C3%9F
Dann kann man vielleicht verstehen, warum die meisten Roten nur seine schlechten Seiten sehen, und nicht wenige Schwarze nur sein guten ...

bernaschek
04.12.2007 19:20
was lesen wir da?

dass dollfuss die demokratische 1.republik vollkommen wurscht war.
dollfuss war ein faschist und wird auch dadurch, dass er durch nazi-faschisten ermordet wurde, kein demokrat werden.
ich weiss nicht, was da so mysteriös an der dollfuss-geschichte ist und warum dieser schmierige faschist immer noch von gewissen kreisen verehrt wird.
jeder mensch, der die kulturtechnik des lesens beherrscht, kann in vielen büchern nachlesen, wie das war.

Gegen Alle
07.02.2007 19:28
Respektlos

Nicht einmal die Toten lassen die Roten in Ruh. Das Eck hat nicht einmal den Gusi-Heiligen Kreisky gestört.

matthias cremer
04.03.2007 16:44

kann ihn auch nicht gestört haben. gibts erst seit 2000.

adaschauher
07.02.2007 07:41
suspekte aktion der roten denkmalstuermer.

auch wenn die geschichtsbuecher teilweise schon umgeschrieben sind: die roten waren in den 30er jahren dem nationalSOZIALISMUS naeher als die hahnenschwanzler.

Bo Vist
07.02.2007 09:03
ersparen sie uns ihre lächerlichkeiten!

es gibt keine hinweise, dass die roten nach 34 überproportional zu nazis wurden (vgl ardelt/hautmann: "arbeiterschaft und nationalsozialismus", 1990), es waren eher die national/bürgerlichen

und wenns dem größenwahnsinnigen klerikalfaschisten dollfuß ein denkmal setzen wollen, machens das bitte zu hause oder im depot

Lappe ohne Rentier
29.01.2007 16:03
Grund für Optimismus im BKA?

Das war ein erster Anfang, ein guter! Was kommt, wird sich zeigen...

Wird die Personalabteilung des Bundeskanzeleramts wieder (aus vorauseilendem Gehorsam oder im Auftrag des Kanzlers?) die Bediensteten zur Fronleichnamsprozession beordnern, hat sich das Personal sich im Juli wieder bei der Dollfuß-Gedächtnismesse einzufinden (STANDARD und profil hatten über diesen Missstand im Kanzleramte berichtet)?

Herzelichst
Ihr Lappe

Logos21
29.01.2007 13:04
Unfassbar, aber leider eine Realtät, auch noch 2007

"diktatur als lösung um das ARMSEELIGE ÖSTERREICH zu retten?
Roman Seidl, unten.

Das ist die TRAURIGE UNREIFE von euch Roten! Das ist die Sprache Renners, Bauers, Tandlers! Das ist es, warum mit euch kein Konsens möglich war, denn Dollfuss war selbstbewußter ÖSTERREICHISCHER Bundeskanzler und nicht Exekutor des Anschluss! Was sie da oben sagen, hat der verblendete braunrote Mob gedacht, als er Hitler als "Retter" zujubelte!
Dass sie sich 2007 so äußern, ist schändlich u völlig inakzeptabel. Haben sie noch nie etwas von Loyalität gehört? Und dass das Ja zum eigenen Land höher steht als der gerade von euch Roten fanatisch verfolgte Sieg der eigenen Ideologie? Euch ist der Sozialismus wichtiger als die organische Identität der Austria.
Log.

Ahner von Bösem 
07.02.2007 11:43
Was ist denn organische Identität?

So was wie Ehre die Treue heisst?

Roman Seidl
30.01.2007 16:15
sie sin endlich jemand

der offen zugibt, dass ihm auch ein diktator recht ist hauptsache es ist ein echter österreicher. und jeder der das kritisiert ist nicht loyal! bravo!
meine loyalität gegenüber antidemokraten hält sich in grenzen muss ich sagen. egal woher sie kommen. und egal gegen welche anderen diktatoren sie gekämpft haben.

PegasusNbW
07.02.2007 11:00
Ach bitte

jetzt tun Sie nicht so, als wären Bauer und Tandler Demokraten gewesen. Tandler war ein großer ideologischer Vorläufer des Nationalsozialismus was Euthanasie betrifft (und immer noch wird nach ihm ein Platz in Wien benannt!) und Bauer hieß im Prager Exil immer noch den Anschluss gut, weil ihm die National-Sozialisten lieber waren als die Christlich-sozialen und der Opportunist Renner rief zum "JA" für den Anschluss auf. Zudem forderten sie alle, wie alle Sozial-"demokraten" zu dieser Zeit, die Schaffung einer Diktatur. Demokraten gab's zu dieser Zeit keine in Österreich...

Roman Seidl
07.02.2007 19:39
diktatur

jo sicher wird schon wieder

Güle, güle Hojaç Bey! 
29.01.2007 11:50
Zeit für ein paar Sprichwörter würd´ich sagen!

Die ganze Geschichte fiel in die Abteilung: "den Teufel mit dem Beelzebub austreiben".

2000 war jedoch wie erwartet zu sehen: "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich".

2006 dann aber für ÖVBZFPÖ: "wer anderen eine Grube gräbt ist selbst ein Hilfsarbeiter".

Roman Seidl
29.01.2007 10:46
warum ist ein diktator

der von anderen antidemokraten ermordet wird ein held? weil er ein österreichischer diktator war? das ist doch die lächerlichste form von nationalismus überhaupt. die nation als idee über die verfassung zu stellen ist ja wahrlich eine großartige leistung. ein wahrer österreichischer held eben.

Nik M
31.01.2007 14:27

Die Kerze sollt man eigentlich auch wegraeumen. Im Fuehrerbunker in Berlin steht ja auch keine.

Roman Seidl
31.01.2007 17:54
die sind einfach nicht loyal

diese deutschen - jedenfalls nach der logik des dollfuß-kults

Nik M
31.01.2007 18:01

Was mir ein bisschen uebel aufstoesst: wo ist denn die Loyalitaet gegenueber unserer oesterreichischen sozialdemokratischen Bewegung? Wo ist z.B. die Unterstuetzung der Rechten fuer unseren oesterreichischen Kanzler, den Herrn Dr Alfred Gusenbauer? Die nationale Einheit scheint nur in eine Richtung zu funktionieren.

Roman Seidl
31.01.2007 17:52
dabei hat der deutschland

vor der bösen roten gefahr bewahrt. alle nicht loyal diese deutschen die stellen glatt die demokratie und die menschenrechte über die nation. verkommenes volk - zumindest wenn man der argumentation der dollfuß-freunde folgt.

Roman Seidl
29.01.2007 11:33
schön ist auch

dass es hier ein paar dollfuss-gläubige gibt die offenbar alles was ihren gott kritisiert gleich rot bewerten. egal wie der inhalt ist.
soll ich denn annehmen die person die mich nun rot bewertet stellt tatsächlich die österreichische nation über die demokratie? lieber in einer österreischischen diktatur als in einer anders geformten demokratie?
traurig.

PegasusNbW
07.02.2007 11:07
Die Demokratie der 1. Rep.

war von keinem politischen Lager gewünscht - die christlich-sozialen wollten ihren Ständestaat (der zwar einige demokratischen Elemente beinhaltete, aber sicher keine Demokratie im eigentl. Sinn war), die Kommunisten eine Diktatur (eingeführt per Revolution), die Nationalsozialisten eine Diktatur (eingeführt über den Umweg der Demokratie oder durch Einmarsch), die Sozialdemokraten auch eine Diktatur (eingeführt über den Umweg der Demokratie oder durch Aufstand). Glücklich war damals mit der Demokratie niemand - wieso sonst hat sich JEDES Lager bewaffnete paramilitärische Einheiten gehalten?

Roman Seidl
07.02.2007 19:40
der irrtum den sie begehen ist

es waren nicht alle mit DIESER demokratie zufrieden. aber die linke wollte bestenfalls eine andere

Gibril
29.01.2007 10:02

Man sollte diesen katholischen Kirchenverehrern kein solches Forum gönnen. Gar nicht erst ignorieren. Ich habe eher Mitleid mit den Frauen dieser Kirchentreuen. Sie müssen ausbaden dass ihre Männer die Moderne nicht derpacken. Das Schlimmste dürfte dabei aber nicht die häusliche Diskriminierung sein sondern eher der Geschlechtsakt, bei dem sich die Katholiken doch -wie wir wissen- in Wirklichkeit lieber mit Geschlechtsgenossen vergnügen würden.

posten
»Posting 1 bis 25 von 168

Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.