Abenteuer auf dem Buschberg

26. Jänner 2007, 17:00
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Ein neuer Rundweg im Busch und am Berg, zeigt das wilde Weinviertel an seiner höchsten Erhebung und verspricht abenteuerlich zu werden

Der Buschberg, die höchste Erhebung des Weinviertels, soll heuer durch einen neuen Rundweg von der Nordseite her besser erschlossen werden, wobei in die Route auch ein Teil des Weinviertler Rundwanderweges einbezogen wird. Noch ist von neuen Schildern nichts zu sehen, die Runde kann aber begangen werden. Zwischen Schletz und dem Bründlwald gleicht sie allerdings einem Orientierungslauf, bei dem man ohne Karte nur schwer den richtigen Kurs findet. Wer Abenteuer nicht scheut, wird aber auf seine Rechnung kommen.

Die Besteigung des Buschbergs zahlt sich schon wegen der sehr schönen Rundsicht von seiner dem Gipfel vorgelagerten Kuppe aus, der man deutlich eine wehrhafte Vergangenheit ansieht. Sie trug wohl schon in der Steinzeit eine Beobachtungsstation. Der höchste Punkt des Buschbergs kann nicht betreten werden – dort steht eine Radarstation, die den gesamten Luftraum im Osten Österreichs überwacht. Seit 1970 sind die Leiser Berge Naturpark, die Buschberghütte ist die am tiefsten gelegene Schutzhütte des Österreichischen Alpenvereins. Die Runde ist keineswegs anstrengend und weist auch keine besonderen Steigungen aus, nur mit der Orientierung kann es – bis zur Beschilderung des beabsichtigen Rundweges – Probleme geben.

Die Route: Von Schletz bei Asparn an der Zaya wandert man auf dem Güterweg Grümmeln den Schletzbach aufwärts. Etwa 33 Meter nach einem Retensionsbecken quert man auf einer geländerlosen Brücke das kleine Gewässer, bleibt kurz auf dem rechten Ufer und wendet sich nach links. Bei der ersten Wegkreuzung geht es nach rechts, bald darauf folgt ein gemütlicher Aufstieg am Waldrand zu einem Kreuz und weiter auf den Geländerücken, wo man auf die rote Markierung des Weitwanderweges trifft, dem man nach Westen folgt. Über den wenig ausgeprägten Rosenberg erreicht man eine Straße und wandert auf dieser zum Parkplatz des Naturparks und zur Buschberghütte. Gehzeit ab Schletz: zwei Stunden.

Nun geht’s ein kurzes Stück auf der Straße zurück, dann nach links (Wegweiser Michelstetten, rote Markierung) durch ein Wildgehege. Den Pfeilen folgend steigt man eine Dreiviertelstunde nach Michelstetten ab. Vom Ortsrand geht’s auf der Straße Richtung Schletz, bei einem Kreuz zweigt rechts ein Fahrweg ab, auf dem man zum Steinbruchberg gelangt. Dort wechselt man wieder auf die Straße und kehrt zum Ausgangspunkt zurück. Gehzeit ab Michelstetten: eine Stunde. (Bernd Orfer/Der Standard/Printausgabe/27./28.1.2007)

Gesamtgehzeit 3¾ Stunden, Höhendifferenz rund 280 m. Buschberghütte Wochenende/Feiertage offen; Gasthaus in Michelstetten (Di. Ruhetag). Bundesamtskarte 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 24 (Mistelbach)
  • Die höchste Erhebung des Weinviertels ist der Buschberg.
    foto: gemeinde gnadendorf

    Die höchste Erhebung des Weinviertels ist der Buschberg.

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    grafik: der standard
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