World Social Forum: Microsoft bleibt vor der Tür

4. Februar 2007, 15:15
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Widerstand gegen "imperialistischen" Softwarehersteller - Linux statt Windows auf den Konferenzrechnern

In Nairobi treffen sich derzeit auf dem World Social Forum 2007 (WSF) tausende AktivistInnen aus unterschiedlichsten sozialen Bewegungen. Über die Jahre ist dabei auch die Thematik freier Software und deren Bedeutung im Einsatz für die eigenen Rechte zunehmend in den Vordergrund gerückt.

Microsoft

Insofern ist es keine große Überraschung, dass Microsoft auf dem WSF vor der Tür bleiben muss: Alle auf dem Gelände zur Verfügung gestellten Rechner laufen statt dessen unter Linux, dies berichtet allAfrica.com.

Freiheit

Die Wahl ist dabei aber keineswegs nur eine zufällige oder auch ein simple Kostenfrage: Viel mehr soll damit auch ein Zeichen der Unterstützung für frei Software gesetzt werden, immerhin sei auch in diesem Bereich ein freier Zugang zu Ressourcen wichtig, schließlich kämpfe man für eine freie Gesellschaft, so Anoop Sukumaran von der Gruppe "Focus on the Global South".

OS

Es geht dabei aber nicht nur gegen proprietäre Softwarelösungen im Allgemeinen sondern auch gegen Microsoft im speziellen. Der im Betriebssystemmarkt beherrschende Softwarehersteller verhalte sich klassisch imperialistisch. Das Unternehmen versuche den weltweiten Fluss von Informationen zu regulieren und unter Kontrolle zu halten, anstatt ihn für alle frei zugeben. Dazu komme, dass viele Länder der dritten Welt durch WTO-Abkommen zum Einsatz von Microsoft-Software gezwungen werden, übt Sukumaran Kritik. (red)

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