"Gefühle erlaubt": Miteinander reden lernen

2. Juli 2007, 16:30
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Weg mit Bewertungen und Bestrafung: Ein neuer Workshop lehrt die "magische Sprache", die die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern verbessern soll

Die angehenden Psychotherapeutinnen Karin Haiderer und Nina Petz bieten Workshops für Eltern an, in denen eine "magische" Sprache gelernt werden soll, die hilft, mit Kindern besser zu kommunizieren.

Mit dieser neuen Art der Kommunikation kann langfristig Frust vermieden werden und Kinder und Eltern lernen mit negativen Gefühlen, wie Aggression und Traurigkeit umzugehen, so die Initiatorinnen. Eine respektvolle Atmosphäre in der Familie sei möglich - "Gefühle erlaubt" zeige den Weg dorthin. "Gerade in Zeiten, wo sich die Gewalt an Schulen häuft, die Barriere zu Drogen und Alkohol bei Jugendlichen und auch schon Kindern sinkt, gilt es die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern zu stärken, denn dies ist die einzige Prävention. In dieser Sprache sind alle Gefühle erlaubt, aber eben nicht jedes Verhalten" so Haiderer. An sieben Abenden sollen die TeilnehmerInnen lernen, Beschuldigungen, Bewertungen und Bestrafung ganz aus dem Vokabular zu streichen. "Die meisten von uns sind nicht mit dieser Sprache aufgewachsen, deshalb gilt es diese neu zu lernen, wie etwa eine Fremdsprache", so die Workshop-Leiterinnen.

Wie es sich anfühlt, wenn...

Um das zu schaffen wird viel ausprobiert und gespielt. Interaktive Trainings stehen im Workshop an der Tagesordnung. " So kann jede Mama und jeder Papa mal selbst erfahren, wie es denn so ist, wenn man gesagt bekommt: 'Du sollst jetzt endlich schlafen gehen, wie oft muss ich das noch sagen, bist du schwerhörig...' Eltern dürfen also wieder mal Kind sein und lernen sogar noch was dabei!". (red)

Ort: SIG Wien
11., Simmeringer Hauptstr. 24


Schnuppermöglichkeiten:
immer Di von 18.00-19.30

Anmeldung für Workshops und zum Schnuppern unter eltern@gefuehleerlaubt.at oder
Tel. 0699/ 12 756 191

Link:
Gefühle erlaubt

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