Umgesiedelte um Geld betrogen

8. März 2007, 19:29
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Millionen Euro beim Projekt des Drei-Schluchten-Staudamms von Funktionären unterschlagen

Peking - Beim Bau des Drei-Schluchten-Staudamms in China sind einem Pressebericht zufolge fast 300 Mio. Yuan (28,5 Mio. Euro) unterschlagen worden. Geld, das eigentlich die Bewohner erhalten sollten, die dem gigantischen Staudamm weichen mussten, sei von örtlichen Funktionären einbehalten worden, berichtete die "Beijing News" am Freitag. Die Bauarbeiten an dem Mammutbauwerk am Jangtse-Fluss in der Provinz Hubei waren im Mai nach 13 Jahren offiziell für vollendet erklärt worden. Nach der für 2008 geplanten vollen Inbetriebnahme soll mit dem gestauten Wasser ein Wasserkraftwerk mit einer Leistung von rund 85 Mrd. Kilowattstunden betrieben werden.

Für den Staudamm waren 1,4 Mio. Menschen umgesiedelt worden. Die chinesische Führung hatte 2004 und 2005 insgesamt 9,6 Mrd. Yuan in einen Fonds eingezahlt, um sie zu entschädigen. Mit dem Geld sollten Häuser und Firmen gebaut sowie Umschulungen bezahlt werden. Schon bald aber gab es erste Berichte über Unterschlagungen: Bereits Ende 2004 entdeckten staatliche Prüfer 327 Fälle, insgesamt 55,8 Mio. Yuan fehlten. Im Jahr darauf wurde ein Mitarbeiter einer Landzuteilungsstelle wegen Diebstahls von 2,8 Mio. Yen verurteilt, die umgesiedelte Bauern als Entschädigung erhalten sollten. Der Mann wurde zur Todesstrafe verurteilt, die aber nicht vollstreckt wurde. (APA)

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    Der Drei-Schluchten Staudamm in Yichang ist das größte Wasserkraftwerk der Welt.

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