The Wind that shakes the Barley

2. Februar 2007, 18:04
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Filmdrama vor dem Hintergrund des Nordirlandkonflikts von Cannes-Preisträger Ken Loach - derStandard.at/Kultur verlost 3x2 Karten

Vor dem Hintergrund eines dunklen Kapitels irisch-britischer Geschichte erzählt Ken Loach das Schicksal der Brüder Damien und Teddy O’Donovan, die aus dem ländlichen Irland stammend, sich auf unterschiedliche Weise im Kampf gegen die Briten radikalisieren. Die Gewalt der Besatzer treibt sie in die Hände der IRA, aber für die gemeinsame Sache kämpfend, entzweien sie sich am Ende im blutigen Streit. Nach der Ausrufung eines Waffenstillstands wendet sich der verzweifelte Damien blindwütig gegen die eigenen Genossen.

Widerspruch zwischen individuellem Schicksal und dem Kampf des politischen Kollektivs

Loach, der politische Aktivist unter den zeitgenössischen Filmemachern, beschreibt, wie in vielen seiner Filme, auch in The Wind that Shakes the Barley den konkreten Widerspruch zwischen individuellem Schicksal und dem Kampf des politischen Kollektivs. Zwischen den Geschehnissen des Alltags und der Konstruktion historischer Mythen. Wie in Land and Freedom, seinem Film über den spanischen Bürgerkrieg, weiß der Filmemacher auf eindringliche und spannende Weise dem Genre des "period picture" mit einer Vielzahl an Charakteren, Geschichten und Konflikten eine ganz und gar eigene Intensität und Lebendigkeit zu verleihen. Für Ken Loach ist das Kino seit jeher politische Aufklärung, Geschichtsschreibung und klassische dramatische Filmerzählung in einem. Eine fast schon verschwundene Haltung im zeitgenössischen Kino, für die der Regisseur bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme, der höchsten Ehre des Festivals, ausgezeichnet wurde. (red)

derStandard.at/Kultur verlost 3x2 Karten für die Vorstellung (Original mit Untertiteln) im Gartenbaukino am 2. Februar (20:30 Uhr).
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    foto: polyfilm
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