"Werden nicht immer gut spielen"

2. März 2007, 14:13
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ÖFB-Präsident Friedrich Stickler bittet um Unter­stützung der Fans und richtet Blick auf Ticket­verkauf: "Indiz, dass es richtig losgeht"

Wien - Laut ÖFB-Präsident Friedrich Stickler gehen die Vorbereitungen auf die Fußball-Europameisterschaft 2008 (7. - 29. Juni) in Österreich und der Schweiz mit der am Mittwoch erfolgten Unterzeichnung der Host-City-Verträge in die heiße Phase. "Ich bin sehr zufrieden, dass jetzt alles unter Dach und Fach ist. Die Verhandlungen waren langwierig und schwierig, aber jetzt ist es wichtig, die Rahmenbedingungen für das Turnier abgeschlossen zu haben", sagte der Lotterienboss.

Ticketverkauf als Indiz

Kurz nach der offiziellen Vertragsbesiegelung 500 Tage vor EM-Beginn richtete Stickler den Blick schon auf das nächste entscheidende Datum auf dem Weg zur EURO 2008. "Der Start des Ticketverkaufs am 1. März ist für mich ein Indiz, dass es richtig losgeht", sagte der ÖFB-Boss und appellierte in diesem Zusammenhang noch einmal an die österreichischen Fans, schon zu diesem Zeitpunkt um Karten anzusuchen, "denn da sind die Chancen für heimische Anhänger sehr groß."

An die Fans des ÖFB-Teams richtete Stickler auch eine weitere Bitte: "Ich wünsche mir, dass die Fans in den verbleibenden 500 Tagen hinter unserer Mannschaft stehen. Wir werden in der nächsten Zeit nicht alle Spiele gewinnen und nicht immer gut spielen, aber es sind viele junge Spieler dabei, die brauchen Unterstützung."

Stickler will Gänsehaut sehen

Doch auch die ÖFB-Kicker nahm der 58-Jährige in die Pflicht. "Wenn es einem noch nicht klar ist, dass wir jetzt in der heißen Phase sind, dann verstehe ich nichts mehr. Ein Spieler, der für sich die Möglichkeit sieht, am 8. Juni 2008 (Anm.: Erstes EM-Spiel von Österreich) ins Happel-Stadion einzulaufen, der müsste dauernd eine Gänsehaut haben", erklärte Stickler, der sich für das bevorstehende Jahr wünscht, "dass sich der im Herbst 2006 erkennbare Trend fortsetzt."

Ein Trend war auch am Mittwoch am Wiener Rathausplatz, wo die Host-City-Verträge unterzeichnet wurden, erkennbar: Bei der Veranstaltung waren zwar Vertreter seitens Politik, UEFA und ÖFB anwesend, jedoch keine Funktionäre des Schweizer Verbandes. Beim Abschluss der Schweizer Kontrakte am Dienstag wiederum glänzte der ÖFB durch Abwesenheit.

Zusammenarbeit soll verbessert werden

Diese schlechte Optik wollte Stickler gar nicht abstreiten. "Die Zusammenarbeit mit den Schweizer Kollegen ist hervorragend, aber mehr gemeinsame Auftritte wären wünschenswert. Die personelle Verschränkung könnte stärker sein", gab der ÖFB-Präsident zu.

In Zukunft sollen die gemeinsamen Auftritte von Schweizer und österreichischen Verantwortlichen intensiviert werden, so etwa bei einem Event zum Auftakt des EURO-Kartenverkaufs am 1. März in Basel. Weitere Fixpunkte sind eine Veranstaltung genau ein Jahr vor EM-Beginn am 7. Juni voraussichtlich in der Schweiz und natürlich die Endrunden-Gruppenauslosung am 2. Dezember in Luzern, wo gleichzeitig auch der offizielle EURO-Ball präsentiert wird. (APA)

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