Erinnern und daraus lernen

27. Jänner 2007, 12:00
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Gesellschaft für politische Aufklärung und NÖ Bildungs- und Heimatwerk organisieren Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Der Name Auschwitz gilt heute als Synonym für die Konzentrationslager des Dritten Reiches und die Verbrechen des Holocaust. Der 27. Jänner, der Tag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee 1945 gilt seit einigen Jahren als internationaler Gedenktag an den Holocaust. Auschwitz wurde mittlerweile zu einem Gedächtnisort europäischer, wenn nicht globaler Bedeutung.

Jenseits von Infotainment, Pauschalisierung und Verallgemeinerung

Die Studienreise der Gesellschaft für politische Aufklärung und dem niederösterreichischen Bildungs- und Heimatwerk zur Gedenkstätte findet in der Karwoche statt und eröffnet die Möglichkeit einer intensiven und differenzierten Beschäftigung mit diesem einschneidenden Kapitel unserer jüngeren Vergangenheit, jenseits von "Infotainment", Pauschalisierung und Verallgemeinerung. Gerade angesichts nicht nur europaweit steigender Aggression und Gewalt gegen ethnische, religiöse und soziale Minderheiten sowie Ausgrenzungspolitiken gegenüber Flüchtlingen und Zuwanderern ist ein Blick auf unsere unmittelbare Vergangenheit notwendig und sinnvoll. Er zeigt, wohin in letzter Konsequenz die Diskriminierung von Menschen, wohin Antisemitismus, Rassismus und Minderheitenfeindlichkeit führen konnten.

Das Ziel der Auseinandersetzung mit Auschwitz ist vor allem die Diskussion von Bezügen zur Gegenwart sowie die Sensibilisierung von möglichst vielen Menschen für das Thema Diskriminierung. Die Studienfahrt eröffnet die Möglichkeit, sich intensiv mit einem der einschneidenden Kapitel unserer jüngsten Vergangenheit zu beschäftigen und dabei nicht alleine gelassen zu sein.

Um sich dem Thema behutsam anzunähern, steht am Beginn der Reise ein zweitägiges Vorbereitungsseminar. Filme, Audio-Dokumente, Vorträge und vor allem Begegnungen mit ZeitzeugInnen bilden den Einstieg für die anschließenden Erlebnisse vor Ort in Auschwitz.

Das Angebot dieser Studienfahrt richtet sich bewusst an Personen jeden Alters, unabhängig von politischer Einstellung, sozialem bzw. beruflichem Hintergrund und Religionszugehörigkeit.

Programm

  • 31. März (ca. 13-18 Uhr): Vorbereitungsseminar in Wien (Seminarraum am Institut für Politikwissenschaft, Univ.Wien, 1010 Wien, Universitätsstraße 7/2) Gespräche mit ZeitzeugInnen, Filme, Vorträge sowie Reiseinfos
  • 1. April: Vorbereitungsseminar im Bildungshaus Großrußbach/ NÖ – Gespräch mit einem Zeitzeugen, Vorträge, Filme, Diskussionen Vortrag über die Verfolgung von Lesben und Schwulen in der NS-Zeit (Dr. Gudrun Hauer)
  • 2. April: Abreise nach Oswiecim/ Auschwitz
  • 3. April: Geführte Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz; geführte Besichtigung der Gedenkstätte Birkenau
  • 4. April: Sonderführung im Archiv der Gedenkstätte, Besuch der Kunstsammlungen und der nationalen Ausstellungen
  • 5. April: Besichtigung Krakau; Stadtführung durch das jüdische Viertel
  • 6. April (Karfreitag): Rückfahrt (Ankunft in Wien ca. 16 Uhr (red)
  • Informationen und Anmeldung

    Karin Liebhart, Gesellschaft für politische Aufklärung, c/o Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien
    E-Mail
    Tel.: 01/4277-47739

    oder Waltraud Riegler, E-Mail, Tel.: 01/533 18 99-10
    Anmeldeschluss ist der 28. Februar.

    Kostenbeitrag: € 450,-- (Reise-, Aufenthalts-, Verpflegungs- und Eintrittskosten), Einzelzimmerzuschlag: € 50,--; Für StudentInnen – € 50,-- Ermäßigung

    Links

    Gesellschaft für politische Aufklärung

    Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich

    Dokumentararchiv des Österreichischen Widerstandes

    • Das ehemalige nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager steht synonym für die NS-Vernichtungspolitik und die Ermordung von europäischen Juden und Jüdinnen, von Roma, Sinti, homosexuellen Frauen und Männern, BibelforscherInnen, so genannten Asozialen, politisch Verfolgten und Menschen aus dem Widerstand.
      foto: gesellschaft für politische aufklärung
      Das ehemalige nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager steht synonym für die NS-Vernichtungspolitik und die Ermordung von europäischen Juden und Jüdinnen, von Roma, Sinti, homosexuellen Frauen und Männern, BibelforscherInnen, so genannten Asozialen, politisch Verfolgten und Menschen aus dem Widerstand.
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