Papst: "Gewalt nicht verherrlichen"

30. März 2007, 11:34
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Appell an Medien zur Einhaltung ethischer Standards - "Banalisierung menschlicher Sexualität, ist eine Perversion"

Rom (APA) - Der Papst hat am Mittwoch die Medien zur Einhaltung ethischer Standards aufgerufen. Gewalt in Filmen oder Videospielen zu verherrlichen sei Perversion, meinte Benedikt XVI. in seiner Botschaft zum diesjährigen Welttag der Sozialen Kommunikation. Diesen Tag begeht die Kirche jährlich am 20. Mai, der Papst veröffentlicht seinen Aufruf jedoch traditionell am 24. Jänner, dem Gedenktag des Pressepatrons Franz von Sales. Das Thema der Botschaft ist "Kinder und Soziale Kommunikationsmittel: eine Herausforderung für die Erziehung".

Erziehung

Wirklichkeit sei für viele das, was die Medien als wirklich ausgeben. Folglich müsse die Medienwirtschaft verantwortlich handeln. Gleichzeitig müssten Kinder einen angemessenen Umgang mit den Medien einüben. So werde ihr Gewissen geformt, die kulturelle, moralische und geistliche Entwicklung gelenkt. "Kinder zur Unterscheidungsfähigkeit in der Nutzung der Medien zu erziehen, ist die Verantwortung von Eltern, Kirche und Schule. Die Rolle der Eltern ist von vorrangiger Bedeutung", meinte der Papst. Schulen und Pfarreien sollen die Eltern dabei unterstützen.

"Banalisierung menschlicher Sexualität"

Der Heilige Vater mahnte, Medien seien zur Einhaltung ethischer Standards verpflichtet. Dieser Meinung seien alle, "die einen Sinn für gesellschaftliche Verantwortung haben". Doch der wirtschaftliche Wettbewerb dränge zu "niedrigen Standards". "Programme - einschließlich Filme und Videospiele - zu produzieren, die im Namen der Unterhaltung Gewalt verherrlichen und antisoziales Verhalten oder die Banalisierung menschlicher Sexualität darstellen, - um so abstoßender, wenn diese Programme für Kinder oder Jugendliche gemacht werden", so der Papst.

Gemeinwohl

Der abschließende Appell des Papstes richtete sich an die Verantwortlichen der Medienwirtschaft. Sie sollen die Produzenten anleiten und ermutigen, "das Gemeinwohl zu schützen, die Wahrheit zu bekräftigen, die Menschenwürde jedes einzelnen zu verteidigen und die Achtung vor den Bedürfnissen der Familie zu fördern". (apa)

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