Betrugs-Klage gegen Perlinger

20. Februar 2007, 16:14
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Der Bio-Pionier aus Tirol soll Gläubiger übervor­teilt haben, der Schaden soll bei 320.000 Euro liegen, Perlinger kündigt Einspruch an

Innsbruck - Der Tiroler "Bio-Pionier" Engelbert Perlinger ist von der Innsbrucker Staatsanwaltschaft wegen betrügerischer Krida angeklagt worden. Er soll Gläubiger übervorteilt haben, wie die "Tiroler Tageszeitung" in ihrer Donnerstag-Ausgabe berichtete.

Perlinger und seiner Frau werde vorgeworfen, durch wahrheitswidrige Angaben über Perlingers Nutzungsrechte und Eigentumsverhältnisse bezüglich der Marke "Bioking" Gläubiger getäuscht zu haben. Es gehe um einen Schaden von 320.000 Euro. Das Ehepaar soll außerdem durch diese Vorgangsweise eine Forderungsexekution der Firma Gernot Langes-Swarovski & Co. (GLS) in der Höhe von 340.000 Euro vereitelt haben. In der Anklage werde bezweifelt, dass Engelbert Perlinger, trotz eines mit Langes vereinbarten Wettbewerbsverbotes, nicht für die Firma Bio-direkt Karin Perlinger GmbH operativ tätig sei.

"Mein Lebenswerk"

Engelbert Perlinger kündigte gegenüber der "TT" an, die Anklage zu beeinspruchen: "Es geht um mein Lebenswerk. Ich werde hier mit einer Prozesslawine eingedeckt."

Zwischen Firmengründer Perlinger und Mehrheitseigentümer Gernot Langes-Swarovski tobt seit Jahren ein Rechtsstreit um die EP Naturprodukte AG. Im Dezember war am Bezirksgericht Kitzbühel dem Ausgleich über Perlinger zugestimmt worden. Perlinger wollte zuletzt gegen Gernot Langes-Swarovski und "Mithelfer" Strafanzeige erstatten. (APA)

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    foto: perlinger
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