Komet-Hochhaus beschlossen - ÖVP, Grüne und Anrainer gegen Turmbau

6. März 2007, 16:43
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ÖVP, Grüne und Anrainer dagegen - Bürgerinitiative, sieht in der Schönbrunnerstraße eine Verkehrswelle auf sich zurollen

Wien – "Hilfe – Komet über Meidling!" betitelt eine Bürgerinitiative ihre Protestaktion. Die Befürchtung bezieht sich nicht auf ein Bedrohungsszenario aus einem Sciencefiction-Film, sondern auf das umstrittene Hochhausprojekt, das auf den Komet-Gründen in Meidling realisiert werden soll, welche wiederum nach dem dort ansässigen und 1984 abgebrannten Kaufhaus Komet benannt sind.

Am Dienstag wurde das Projekt in der Stadtentwicklungskommission beschlossen – gegen die Stimmen von ÖVP und Grünen und unter Protest der lokalen Bürgerinitiative, die durch den Kometen-Einschlag auf dem Gelände in der Schönbrunnerstraße unter anderem eine Verkehrswelle auf sich zurollen sieht.

Turm wurde gestutzt

Dabei wurde der Turm nach dem Einschreiten der Unesco, die das Weltkulturerbe Schloss Schönbrunn gefährdet sah, von ursprünglich geplanten 120 Metern auf nunmehr 73 gestutzt. Auf 52.000 Quadratmetern Nutzfläche sollen laut Architekt Peter Podsedensek neben einem Einkaufszentrum mit Gastronomie, einem Hotel und einem Seminarzentrum vorwiegend Büroflächen entstehen. Darüber hinaus sind Grünflächen und eine Überplattung des Wientals als Verbindung in den 15. Bezirk geplant.

Auswirkungen auf die Meidlinger Einkaufsstraße Grüne und ÖVP befürchten negative Auswirkungen auf die nahe Einkaufsstraße Meidlinger Hauptstraße und kritisieren ein fehlendes Verkehrskonzept. Die Anrainer, die weitere Protestaktionen angekündigt haben, würden jetzt in die weitere Gestaltung eingebunden, beruhigt man vonseiten der Stadt. Ein Baubeginn steht noch nicht fest. (kri, DER STANDARD Printausgabe 25.1.2007)

  • Nach den Plänen von Architekt Peter Podsedensek soll neben einem Einkaufszentrum und einem Seminarzentrum vorwiegend Büroflächen entstehen. Darüber hinaus sind Grünflächen und eine Überplattung als Verbindung in den 15. Bezirk geplant
    modell: podsedensek

    Nach den Plänen von Architekt Peter Podsedensek soll neben einem Einkaufszentrum und einem Seminarzentrum vorwiegend Büroflächen entstehen. Darüber hinaus sind Grünflächen und eine Überplattung als Verbindung in den 15. Bezirk geplant

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