Host-City-Verträge unterzeichnet

2. März 2007, 14:13
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Zusammenarbeit, Rechte und Pflichten zwischen den Austragungsstädten, der UEFA und der EURO 2008 SA sind nun im Detail geregelt

Wien - Die österreichischen Host-City-Verträge für die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz sind am Mittwochabend im Rahmen einer Veranstaltung am Wiener Rathausplatz unterzeichnet worden. Darin werden die Zusammenarbeit zwischen den EM-Austragungsstädten, der UEFA und der EURO 2008 SA im Detail geregelt und sämtliche Rechte und Pflichten festgelegt. Die Städte erhalten damit auch ab sofort das Recht, sich mit der EURO in Verbindung zu bringen und das EM-Logo zu verwenden.

Ziel der Zusammenarbeit ist unter anderem, bestmögliche PR und Werbung für die EM auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu machen. Für den Österreich-Turnierdirektor Christoph Schmölzer handelt es sich um einen "Promotion-Vertrag, der regelt, wie sich die Städte mit der EURO in Verbindung bringen dürfen". Die UEFA besitzt bekanntlich die Vermarkungsrechte am EM-Turnier, damit stehen ihr alle Rechte in den Bereichen Marketing, Merchandising und TV zu.

Zu den Leistungen der Städte gehören damit z.B. die verpflichtende Einrichtung einer oder mehrerer Fan-Zonen, die während der 23 EM-Tage geöffnet und unentgeltlich zugänglich sind. UEFA-Sponsoren genießen dort exklusives Werberecht, die Städte dürfen aber bis zu vier eigene - nicht in Konkurrenz stehende - Sponsoren einbringen. Die Konzession-Einnahmen gehen an die Stadt.

Umgekehrt darf jeder Spielort dafür das so genannte "Host City Logo" nutzen. Das Logo ist eine Kombination aus dem Wahrzeichen der Stadt sowie der Turnierbezeichnung. Für Wien ist es das Riesenrad, für Klagenfurt der Lindwurm, für Salzburg die Festung Hohensalzburg und für Innsbruck das Goldene Dachl.

Zu den weiteren Leistungen der UEFA zählt, dass bei jedem der 16 EM-Spiele in Österreich ein 20-Sekunden-Videoclip über den jeweiligen Spielort Teil der internationalen TV-Übertragung ist. Neben weiteren Werbemöglichkeiten bekommen die Städte jeweils 750 Eintrittskarten pro Spiel für die eigenen BürgerInnen. Die offizielle Trophy-Promotion-Tour im März 2008 macht selbstverständlich in allen EM-Städten halt, zudem stellt die UEFA den Städten ab Juni 2007 eine offizielle Countdown-Uhr zur Verfügung.

Nicht nur PR-Leistung, sondern auch Bargeld fließt. So erhalten die Städte von der UEFA für Sicherheits- und andere Ausgaben eine finanzielle Entschädigung. Im Fall von Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt (je 3 EM Spiele) sind dies 1,1 Mio. Euro, Wien (7 EM-Spiele) darf sich auf Grund der zusätzlichen Aufwendungen sogar über bis zu 3,9 Mio. Euro freuen.

In Wien, das als Final-Schauplatz mit seinen 7 von 31 Endrundenspielen eine Sonderstellung bei der EURO 2008 einnimmt, hat man die Chancen und Möglichkeiten der Einbindung in die drittgrößte Sportveranstaltung der Welt frühzeitig erkannt. In der Bundeshauptstadt hat man einen Gesamt-Wert aller UEFA-Leistungen von 12,5 Mio. Euro errechnet, dem steht nach derzeitigem Stand der Dinge ein Aufwand von 8 Mio. Euro gegenüber. Mit der Umsetzung der im Host City Vertrag genannten Aufgaben wird die Stadt Wien Marketing und Prater Service GmbH beauftragt. (APA)

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