Kick für die Wirtschaft

1. März 2007, 19:45
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Studie: Fußball-Event generiert in Österreich 321 Millionen Euro Wertschöpfung und knapp 6.000 Jobs - Baubranche und Tourismus als Hauptnutznießer

Wien - Die Fußball-Europameisterschaft EURO 2008 wird mit 0,15 Prozent zum Wachstum des österreichischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) beitragen und kumuliert knapp 6.000 Vollzeit-Jobs schaffen. Das geht aus einer Studie hervor, die das Sportökonomieinstitut Sports Econ Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und des Österreichischen Fußballbunds (ÖFB) erstellt hat. Die totale Wertschöpfungseffekte des Events liegt bei bei 321 Mio. Euro, die Auswirkungen auf die Kaufkraft bei 263,4 Mio. Euro.

Die Höhe des zusätzlichen BIP-Wachstum sei "sensationell", sagte der stellvertretende Generalsekretär der Wirtschaftskammer, Reinhold Mitterlehner, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) erwartet insgesamt ein Wachstum des BIP von 2,3 Prozent für 2008. Zum Vergleich: Die Europameisterschaft 2004 in Portugal trug 0,18 Prozent zum BIP-Wachstum bei, ein Sechstel des Gesamtwachstums. Die Tatsache, dass die EM in Portugal mehr zur Wirtschaftsleistung beitrug, erklärt Mitterlehner durch hohe Ausgaben für Infrastrukturprojekte. Diese seien in Österreich nicht mehr in solch großem Ausmaß nötig.

Investitionen in Stadien

Trotzdem ist die Baubranche - neben dem Tourismus - der größte Nutznießer der Europameisterschaft. "Die gesamten Investitionen in die vier österreichischen Stadien betragen 136 Mio. Euro, 72 Mio. Euro davon fließen direkt in die Baubranche", erklärt Mitterlehner. 37,55 Mio. Euro kommen vor- und nachgelagerten Bereichen zugute. 35,08 Mio. Euro werden im Ausland wirksam.

Die gesteigerte Tourismusnachfrage während der EM bringe laut der Studie eine maximale zusätzliche direkte Wertschöpfung von 123,84 Mio. Euro. Rechnet man indirekte Effekte dazu, steigere sich dieser Wert auf 196,34 Mio. Euro. Dieses "Maximal-Szenario" geht von einem Absatz von 96 Prozent aller aufgelegten Tickets aus. Die Zuströme von Touristen während der EM sollen knapp neun Mio. zusätzliche Nächtigungen bringen, sagt Mitterlehner. Er erwartet 900.000 Gäste, die im Durchschnitt 9,2 Nächte bleiben sollen.

"Außerordentlich positive Effekte" werde die Europameisterschaft auch auf den Arbeitsmarkt haben, sagt ÖFB-Präsident Friedrich Stickler. Rechnet man die Beschäftigungsverhältnisse auf Jahres-Vollzeitäquivalente um, entstehen 5.964 Jobs durch das Ereignis, die meisten davon in der Baubranche und im Tourismus. Knapp die Hälfte davon solle auch langfristig bestehen bleiben, hofft Stickler. Freiwillige Volontariate wurden in diesen Zahlen nicht berücksichtigt, der Großteil der Beschäftigungsverhältnisse wird befristet sein. (APA)

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    Die gesamten Investitionen in die vier österreichischen Stadien betragen 136 Millionen Euro.

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