Kritik an MöSt und Lkw-Maut-Anhebung

19. März 2007, 14:52
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Post-Vorstand Hitziger: Größter Fahrzeugflotte des Landes droht kräfti­ge Mehrbelastung, Porto-Anhebung bei der Post aber nicht in Sicht

Wien - Aus der Österreichischen Post AG kommt Kritik an der von der neuen Regierung geplanten Anhebung der Mineralölsteuer (MöSt) und Lkw-Maut. Die Abgabenerhöhung treffe "den Transportmarkt zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt", sagte Brief- und Paket-Vorstand Walter Hitziger in seiner Funktion als Präsident der österreichischen Bundesvereinigung für Logistik.

Auf Grund des "Frächtersterbens" in den vergangenen Jahren werde Laderaum immer knapper. Die Marktpreise würden schon dadurch steigen. Werde jetzt auch noch die Mineralölsteuer auf Diesel um drei Cent und die Lkw-Maut um vier Cent angehoben, würde das die Transportkosten zusätzlich belasten. "Die Bundesvereinigung erwartet einen Anstieg der Transportkosten, die weit über der Inflationsrate liegen wird", so Hitziger.

Größter Fuhrpark Österreichs

Bei der Post selbst stehen derzeit aber voraussichtlich keine Porto-Erhöhungen an. Beim Brief seien in Folge dessen sicher keine Tarifänderungen geplant. Im Paket-Bereich werde man sich die Auswirkungen der Gebühren-Erhöhungen ansehen, "wahrscheinlich" werde aber auch hier das Porto nicht erhöht, hieß es aus dem Unternehmen.

Mit insgesamt rund 11.000 Fahrzeugen verfügt die Österreichische Post AG nach eigenen Angaben im letzten Geschäftsbericht über den größten Fuhrpark des Landes. In Summe legt die Flotte pro Jahr rund 128 Millionen Kilometer zurück. Jährlich bezieht die Post dafür rund 15 Mio. Liter Treibstoff, über 90 Prozent davon Diesel. Die MöSt-Anhebung alleine belastet die Post-Bilanz somit mit rund einer halben Million Euro. (APA)

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    Hitziger: "Die Abgabenerhöhung trifft den Transportmarkt zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt."

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