Licht ins Dunkel und Seitenblicke: Der finale Abschöpfauftrag

24. Jänner 2007, 22:34
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Demonstratives Geldabgeben gehört zu den einfachsten Übungen derer, die es im "Lugniversum" zu etwas bringen wollen

"An Licht ins Dunkel" kommt man nicht vorbei. Nicht einmal dann, wenn man keine Zeit zum Fernsehen hat, weil man auf 1001 ViP-Veranstaltungen versucht, auch ins Fernsehen zu kommen: Vor etlichen Jahren übernahmen die Seitenblicke die Idee der "aufsuchenden Sozialarbeit" - und rückten fortan nicht nur mit Redakteur, Kamera- und Tonpersonal aus, sondern klappern seither mit der Spendendose. Beziehungsweise: lassen Veranstalter zu "Licht ins Dunkel"-Events bitten.

Wie charity-symbiotisch diese "Seitenblicke Night Tour für Licht ins Dunkel" funktioniert, muss wohl nicht eigens erklärt werden: Demonstratives Geldabgeben gehört schließlich noch zu den einfachsten und weniger peinlichen Übungen derer, die es im "Lugniversum" unbedingt zu etwas Ruhm bringen wollen. Weil die Tour heuer zum zehnten Mal so fein erfolgreich durchs einschlägig bekannte Land gezogen war, baten Rudolf und Inge Klingohr namens der Seitenblicke Montagabend (so wie jedes Jahr) die "usual suspects" von Doris Bures und Johannes Hahn bis zu Uwe Kröger und Birgit Sarata zum finalen Abschöpfauftrag in die Interspot Studios: Reinhard Gerer kochte (und spendierte einen Kochkurs), Robert Reumann ließ den Spendentopf immer wieder herumwandern und pausierte nur, um (u. a.) Festspielkarten, Bürgermeisteressen oder "Dancingstars"-Final-Tischkarten versteigern zu lassen. Der Abend allein brachte 141.258,90 Euro - zusammen mit dem auf der "Tour" erschnorrten Geld kam man heuer auf 283.669,40 Euro. (DER STANDARD Printausgabe, 24.01.2007)

  • Aufsuchende Sozialarbeit nach Seitenblicke-Art: Sarata mit Klingohr
    foto: schöndorfer

    Aufsuchende Sozialarbeit nach Seitenblicke-Art: Sarata mit Klingohr

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