Die Mediengruppe übernimmt 75 Prozent - Voranfrage beim deutschen Kartellamt sei "positiv" verlaufen
Die WAZ-Mediengruppe aus Essen hat die
"Braunschweiger Zeitung" übernommen. Die Verlegerfamilie Voigt
übertrug am Montag 75 Prozent des Verlags an die WAZ, wie es in einer
Mitteilung des Essener Konzerns am Dienstag hieß. Eine Voranfrage
beim deutschen Kartellamt sei "positiv" verlaufen, die Genehmigung
werde für März erwartet. In Österreich ist die WAZ an "Kronen
Zeitung" und "Kurier" beteiligt.
Über die Höhe des Kaufpreises wollte ein WAZ-Sprecher keine
Auskunft erteilen. Nach Medienberichten soll der Preis bei 210 Mio.
Euro liegen. Der Konzern hat demnach auch eine Option auf die
restlichen Anteile an der Zeitung, die derzeit bei der Norddeutschen
Landesbank liegen.
Auflage von rund 175.000 Stück
Die "Braunschweiger Zeitung" ist mit einer Auflage von rund
175.000 Stück die größte Zeitung zwischen Harz und Lüneburger Heide.
Die WAZ-Gruppe gibt 38 Tageszeitungen, 108 Publikumszeitschriften und
133 Anzeigenblätter heraus, darunter die "Westdeutsche Allgemeine
Zeitung". Der Konzern wolle die "traditionelle Verankerung der
Braunschweiger Zeitung in der Region" pflegen und ausbauen, heißt es
in der Mitteilung.
Der Deutsche Journalistenverband (DJV) warnte in einer
Stellungnahme vor drohendem Jobverlust: "Darüber hinaus appellieren
wir an die neuen Besitzer, alle Arbeitsplätze des Braunschweiger
Zeitungsverlags zu erhalten", sagte der Vorsitzende des
niedersächsischen DJV-Landesverbandes Frank Rieger. (APA/AP)